Ein Sturm, Auswanderer und die Fussball-WM bewegten dieses Jahr die Schweiz. Das belegen die Jahres-Quoten des Schweizer Fernsehens. Wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet, erreichte das WM-Spiel Schweiz gegen Brasilien sogar einen Allzeitrekord: Nie seit der Umstellung der Messmethode vor fünf Jahren verbuchte eine Sendung in der Schweiz mehr Zuschauer. 1,62 Millionen Menschen verfolgten das Spiel. Ein Rekord, der Jahre halten dürfte.
Im Zeitalter des Internets und zeitversetzten Fernsehens schafft es nur König Fussball regelmässig auf Zahlen von über einer Million, manchmal sogar über 1,5 Millionen. Einzig Eishockey konnte 2018 mithalten, wiederum an einer Weltmeisterschaft. 1,1 Millionen verfolgten im Mai das Finalspiel der Schweizer gegen die Schweden.
Aus den Informationssendungen kratze die «Tagesschau» an der magischen Marke von einer Million Zuschauenden. Gleich zu Jahresbeginn sorgte der Wintersturm Burglind nicht nur für Verkehrschaos und Stromausfälle, sondern auch für gute Quoten. Am 3. Januar wollten 984’000 Zuschauer wissen, welche Schäden der Sturm angerichtet hatte. Es blieb die meistgesehene «Tagesschau» in diesem Jahr.
In der Unterhaltung sorgten der «Bestatter» mit Mike Müller und die Dok-Serie «Auf und davon» für Top-Quoten. Fest steht, dass bis Ende Jahr keine andere Sendung mehr den Rekord der Fussball-WM antasten wird. Das SRF nimmt allerdings an, dass die Weihnachtsausgabe von «Happy Day» oder der Luzerner «Tatort» Ende Jahr Topplatzierungen erreichen können. (pd/as)