In der Schweiz wurden letztes Jahr 10'817 Buchtitel veröffentlicht. Das bedeutet 30 Neuerscheinungen täglich, etwa gleich viel wie im Vorjahr. Belletristik macht rund ein Drittel aus und führt die Statistik an, vor Partituren und juristischen Werken. Die Verteilung auf Sprachen widerspiegelt die Schweizer Realitäten: 6401 Titel sind deutsch (+3.5 Prozent), 2069 französisch (-6 Prozent), 1438 englisch (-7 Prozent), 339 italienisch (-10 Prozent) und 28 rätoromanisch (-40 Prozent).
Eine weitere Feststellung: Schweizer Verleger bevorzugen Autoren aus dem Ausland. 5814 Werke von ausländischen Schriftstellern wurden publiziert gegenüber 5003 von einheimischen. Das enthüllen die Jahresstatistiken der Schweizerischen Landesbibliothek (slb).
Eine Analyse der slb-Zahlen ergibt, dass die Anzahl der Übersetzungen um 25 Prozent abgenommen hat. Letztes Jahr gelangten 1010 Übersetzungen auf den Markt gegenüber 1366 im Vorjahr. Diese Entwicklung widerspiegle die Tatsache, dass einige schweizerdeutsche Verlage sich in Deutschland niedergelassen hätten, erklärte Philippe Girard, Leiter der Aquisitionsabteilung der Landesbibliothek gegenüber der sda. Übersetzungen aus dem Englischen führen mit 512 Titeln die Liste der Übersetzungen an. Die Mehrheit (409) wurde ins Deutsche übertragen, 98 ins Französische, 3 ins Italienische und 2 in andere Sprachen. Übersetzt wurde aus insgesamt 30 Sprachen, darunter auch Tibetanisch und Suaheli.

