Die von Journafonds unterstützten Recherchen deckten Themen wie Algorithmen, Gesundheitspolitik und Entwicklungszusammenarbeit ab, schreibt Journafonds in einer Mitteilung. Journafonds unterstützt die neun berücksichtigten Recherchen und Reportagen mit insgesamt rund 40'000 Franken. Sie erscheinen in den nächsten Monaten in Print- und Onlinepublikationen der deutschen, französischen und italienischen Schweiz.
Erstmals seit der Lancierung im Juni 2021 hat Journafonds nebst der üblichen, allgemeinen Ausschreibung zusätzlich eine themenspezifische Projektausschreibung durchgeführt.
Geld für Rechercheideen zu Religion
Journalistinnen und Journalisten waren zudem eingeladen, spezifische Rechercheideen im Themenbereich «Religion» zu unterbreiten. Die katholische Kirche im Kanton Zürich hat diese zusätzliche Ausschreibung mit 10'000 Franken finanziert. Die Religionsthemen haben die Jurys so überzeugt, dass sie deutlich mehr Geld für diese Projekte gesprochen haben.
Seit der Lancierung im Sommer 2021 hat Journafonds 60 Recherche- und Reportageprojekte mit über 316'000 Franken gefördert. Mehrere davon wurden mit Medienpreisen ausgezeichnet oder dafür nominiert. Unter den bisher finanziell unterstützten und prämierten Projekten befanden sich etwa eine Datenrecherche zum Schwingsport, eine Recherche über die digitale Grenzmauer der EU oder eine Recherche über giftige Altlasten im Berner Oberland oder eine Crowdrecherche zu den Immobilieneigentümern der Stadt Basel.
Gelder aus verschiedenen Quellen
Träger von Journafonds ist der Verein Pacte de l'Enquête et du Reportage. Ihm gehören verschiedene Organisationen der Schweizer Medienbranche an, etwa der Privatfernsehverband Telesuisse, der Verein Medien mit Zukunft oder der Berufsverband und die Gewerkschaften Impressum, SSM und Syndicom. Das Geld für die Medienförderung stammt nach Angaben von Journafonds von Stiftungen, Urheberrechtsgesellschaften oder der öffentlichen Hand. (pd/nil)

