Letzte Woche wurde bekannt, dass die Sportredaktion der Zeitungen Der Bund aufgelöst wird und künftig die Redaktion der Berner Zeitung BZ den Sport liefern wird. Als Anfang vom Ende des Berners Modells wollten dies aber die beiden Chefredaktoren nicht sehen. Auch die redaktionelle Unabhängikeit sei nicht tangiert.
Dies erklärt auch Albert P. Stäheli, CEO der Espace Media, in der SonntagsZeitung: "Wir werden am Berner Modell festhalten." Würden der Inserate- und der Lesermarkt dramatisch zusammenfallen, müsste man gemäss Stäheli die Situation neu beurteilen. Es soll 2006 beim Bund auch nicht mehr zu weiteren Kündigungen in der Redakktion kommen, "vorausgesetzt, die Erträge kommen so wie budgetiert".
Bei den Verlagen sei ein Abbau aber wahrscheinlich, allerdings noch nicht beschlossen. Von der kommenden Umstellung in den Redaktionen und Verlagen beider Titel auf ein neues Informatiksystem sei auch das Verlagspersonal betroffen.
Für das Jahr 2005 prognostiziert Stäheli für den Bund einen Verlust von 1.8 Millionen, wobei 1.1 Millionen vom Auftrag des Verlages für den Anzeiger der Region Bern stammen würden. Dieser gehe neu an die Stadt Bern über. In diesem Fall sei es auch zu "tragischen Entlassungen" gekommen. Im 2006 sei damit aber ein Grossteil des Bund-Defizits weg.
Man müsse aber durch Optimierungen bei Infrastruktur und Personal noch mehrere Hunderttausend Franken sparen. Auch 2006 werde die Bund AG noch einen Verlust von rund 200'000 Franken machen, so Stäheli in der SonntagsZeitung. Mit dem Umzug der Bund-Redaktion ins BZ-Haus im 2008 erhoffe man sich, die Infrastrukturkosten weiter senken zu können.
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