Bei der Tageszeitung Le Matin werden sechs der 130 Stellen abgebaut. Edipresse begründete den Schritt in einer Mitteilung mit der verschärften Wettbewerbssituation. Der Abbau betrifft ausschliesslich die Redaktion. "Alle sechs sind Redaktoren oder Produzenten", erklärt Chefredaktor Peter Rothenbühler auf Anfrage von "persoenlich.com".
Gleichzeitig wird vermeldet, dass Ariane Dayer und Michel Jeanneret, von Le Matin Dimanche als stellvertretende Chefredaktoren zu Le Matin wechseln. Peter Rothenbühlers bisherige Stellvertreter, Denis Pittet und Jean-Pierre Gattoni, räumen ihre Posten.
Umbau der Zeitung wegen Imageproblem
Die Westschweizer Boulevard-Zeitung "Le Matin" wird umgebaut. Unter dem Druck von zwei Gratiszeitungen will der Verlag Edipresse die Tageszeitung neu positionieren. Die Redaktion wurde am Montag über die Restrukturierung informiert.
"Man hat uns erklärt, dass die Zeitung ein Image-Problem habe. Immer mehr werde sie mit den Gratisblättern verwechselt. Deshalb müsse sich 'Le Matin' von diesen abheben", sagte Christophe Fovanna, Präsident der Redaktoren-Vereinigung des "Matin", auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.
Anscheinend sei der Umbau, von dem die Sonntagsausgabe "Le matin dimanche" nicht betroffen ist, kein Auftakt für die Fusion mit der Edipresse-Gratiszeitung "Le Matin bleu", sagte Fovanna weiter. "Das Gegenteil ist der Fall."
Mit den sechs Entlassungen sinkt die Zahl der Journalisten beim "Matin" von 87 auf 81. Betroffen seien alle Redaktionsteile, sagte Fovanna. Die Redaktion stehe unter Schock. Im Vergleich zu anderen Edipresse-Titeln wie "24 Heures" und "Tribune de Genève" sei der "Matin" bisher aber bei Reorganisationen relativ glimpflich davon gekommen. (per/sda)

Neu stv. Chefredaktoren bei Le Matin: Ariane Dayer und Michel Jeanneret.

