12.08.2004

Helmut-Maria Glogger

Angriff auf deutsche Klatschmagazine

"Viele schrecken eben vor nichts mehr zurück, um Auflage zu bolzen."

In einem Interview mit der Mittelland Zeitung wurde der Glückspost-Chefredaktor Helmut-Maria Glogger u.a. zu seinem Angriff auf deutsche Klatschmagazine im aktuellen "Persönlich" befragt. Der Boulevard-Experte hatte darin eine Situation umschrieben, gemäss der Spekulationen, Manipulationen und Lügen zum täglichen Repertoire der deutschen Klatsch-Journalisten gehören.

Die Häufung von dubiosen Geschichten in deutschen "Heftli" erklärt Glogger gegenüber der MZ folgendermassen: "Solche Geschichten verkaufen sich teilweise einfach gut. Und viele schrecken eben vor nichts mehr zurück, um Auflage zu bolzen." Gerade dieses Verhalten wird vom GP-Chefredaktor jedoch kritisiert: "Heiligt denn der Zweck alle Mittel? Ich denke nicht."

Eines der Hauptprobleme im Bereich des Gesellschafts-Journalismus ortet Glogger im Aufbau eines Beziehungsnetzes, das hilft "Dinge zu erfahren, die stimmig sind." Es sei schwer, an richtige Promis ranzukommen. Wäre da nicht deren Umfeld: "Es gibt ja immer noch das Telefon! Man kann unglaublich viele Menschen anrufen... Es ist durchaus möglich zu recherchieren und nicht nur zu glauben, dass sich eine Begebenheit so zugetragen hat, wie man sie gehört hat", meint Glogger.


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