08.07.2007

SRG

Auch PC-Benutzer sollen Gebühren entrichten

Wer auf dem Computer fern sieht, wird zur Kasse gebeten.

Wer im Besitz eines Computers ist, soll der SRG künftig Empfangsgebühren bezahlen müssen, wenn er nicht schon Radio- oder TV-Geräte angemeldet hat. SRG-Sprecher Daniel Steiner bestätigte gegenüber der NZZ am Sonntag einen Bericht der Westschweizer Zeitschrift L'Hebdo. "Die SRG ist der Ansicht, dass auch Personen Gebühren bezahlen müssen, die über einen Breitband-Anschluss und über eine Computer-Software für den Empfang von qualitativ guten, bewegten Bildern verfügen", sagt Steiner.

Bislang hatte nur SRG-Gebühren zu entrichten, wer ein Abonnement für den Empfang von Fernsehprogrammen über Internet abgeschlossen hatte. Diese Einschränkung soll nun wegfallen. Die SRG begründet dies damit, dass das Angebot von Fernsehprogrammen über den Breitbandanschluss immer besser werde; vor allem das junge, mit Computern vertraute Publikum sei damit zufrieden. Sie befürchtet, dass auf diese Weise Gebührengelder abfliessen.

Von der neuen Regelung betroffen wären laut NZZaS auch Unternehmen, deren Computer so eingerichtet sind, dass ihre Angestellten TV-Programme anschauen können. Das Bakom überprüft derzeit, wie die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen auf den Computern der Mitarbeiter unterbunden werden kann, sollte das Unternehmen dafür keine Empfangsgebühren entrichten. Laut Bakom sollen auch bei den Privatpersonen Massnahmen getroffen werden, damit Fernsehprogramme nicht auf dem Computer angeschaut werden, wenn in diesem Haushalt keine Empfangsgebühr bezahlt wird.


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