26.02.2009

Ringier

Auf Kuschelkurs mit Ex-Botschafter

Thomas Borer ist mit Medienhaus wieder im Geschäft.

Der Fall Borer schrieb Mediengeschichte. 2002 warf Ringier dem damaligen Botschafter Thomas Borer eine Affäre vor. Nachdem im "Sonntags-Blick" eine Story unter dem Titel "Borer und die nackte Frau" erschien, häuften sich die Negativschlagzeilen über den damaligen Schweizer Botschafter in Berlin.

Die Folge: Der Medienwirbel, der dabei entfacht wurde, führte zur Abberufung von Thomas Borer. Aber auch für Ringier blieb der Fall nicht ohne Konsequenzen. Der Verlag enschuldigte sich später öffentlich und zahlte Borer ein Schmerzensgeld, über dessen Höhe Stillschweigen vereinbart wurde.

Heute scheint die Affäre vergessen. Erstmals nach sechs Jahren gab Thomas Borer am letzten Dienstag im "Blick" ein Interview. Am Tag darauf publizierte die Schwesterpublikation "Blick am Abend" eine prominent platzierte Borer-Story. Zeit heilt bekanntlich Wunden. Sechs Jahre nach dem "Totalschaden" sind Ringier und der Ex-Botschafter offenbar wieder im Geschäft.


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