16.09.2003

50 Jahre SF DRS

Ausstellung "prime time" lanciert

Entwicklung zum Leitmedium der modernen Gesellschaft.

Das Museum für Kommunikation in Bern lässt in seiner Ausstellung "prime time" 50 Jahre Fernsehgeschichte in der Schweiz Revue passieren. Die Ausstellung wird am Freitag eröffnet und dauert bis zum 25. Juli 2004.

Die Ausstellung habe "das Leitmedium der modernen Kommunikationsgesellschaft schlechthin" zum Thema, teilte das Museum am Dienstag mit. Aus Anlass des 50. Geburtstags des Schweizer Fernsehens sei eine Schau entstanden, in der sich die drei Fernsehkulturen der Schweiz spiegelten. Von Anfang an hätten sprachregionale und kulturelle Unterschiede eine dominierende Rolle gespielt. Damit hätten sich auf kleinstem Raum drei verschiedene Fernsehkulturen etabliert. Die Ausstellung geht darauf ein, etwa in Programmausschnitten und mit Dokumenten über Fernsehprominenz.

Zunächst Versuchsbetrieb

1953 begann im Studio Bellerive in Zürich der Betrieb für die deutschsprachige Schweiz. Ein Jahr später startete das Fernsehen in der Romandie und bei der offiziellen Eröffnung 1958 -- nach Abschluss des 5-jährigen Versuchsbetriebs -- kam auch das Tessin zu seinem eigenen Studio und Programm.

"prime time" will eine unterhaltsame Begegnung mit der Fernsehgeschichte und ihren Publikumslieblingen vermitteln. Die Ausstellung beleuchtet auch die Gegenwart mit ihrer Bilderflut, der Virtualisierung der Welt und dem Trend zum Infotainment, wie die Ausstellungsmacher erklären.

1956 kündigte ein Geräteanbieter prophetisch an: "Der Televisions-Empfänger wird früher oder später ebenso selbstverständlich zum Haushaltinventar der Schweizer Familie gehören, wie heute der Radio-Apparat." Es gebe demnach keinen Grund mehr, mit der Anschaffung zuzuwarten. Immer mehr rückte der Fernsehapparat in den Mittelpunkt der Familie. Es wurde empfohlen, einen günstigen Sichtabstand zu wählen. Das Gerät solle sich harmonisch in die ganze Einrichtung fügen und nicht als Fremdkörper wirken, hiess es in den 60-er Jahren.


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