Am Dienstag hat die TX Group die Halbjahreszahlen veröffentlicht (persoenlich.com berichtete). Das Medienunternehmen hat zu diesem Anlass zum Medienfrühstück an die Werdstrasse in Zürich geladen. Verleger Pietro Supino zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis des Konzerns insgesamt. Die Entwicklung der Stellenvermittlungsplattform JobCloud hob er als «phänomenal» hervor.
Danach kam Supino auf die Publizistik zu sprechen: «Wir müssen mit unserem Journalismus Verlässlichkeit und Mehrwert bieten», sagte er. Anhand von zwei Beispielen zeigte die TX Group auf, wie die Medientitel im Haus das machen. Dominik Balmer (Leiter des Datenjournalismus-Teams im Recherchedesk von Tamedia) und Sebastian Broschinski (Storytelling Developer im Ressort Daten und Interaktiv) sprachen über die Entstehung von zwei datengetriebenen Artikeln – «Russische Truppen verschiessen täglich 50’000 Granaten» und «Feuer frei auf die Schlangeninsel».
Danach berichtete Fee Anabelle Riebeling über die im Mai gegründete Faktencheck-Taskforce von 20 Minuten, die die langjährige Wissenschaftsjournalistin leitet (persoenlich.com berichtete). Als Beispiel diente die Verifikation eines Bildes, das im Mai im Kontext des Ukrainekriegs auf Twitter kursierte. Riebeling und ihr Kollege Konstantin Furrer konnten nach mehrstündiger Analyse feststellen, dass das Bild zwar echt ist, jedoch nicht mit dem aktuellen Ukrainekrieg in Verbindung steht.
«Die TX Group hat in den letzten Jahren stark in die Digitalisierung investiert», sagt Supino und fügt an: «Diese beiden Beispiel zeigen, wie Tamedia und 20 Minuten die Technologie für Journalismus nutzen.»