11.05.2022

20 Minuten

Neue Faktencheck-Taskforce gegründet

Wissensredaktorin Fee Anabelle Riebeling leitet die interdisziplinäre Taskforce, die momentan im Aufbau ist. Derzeit gehören dem Team vier Personen aus verschiedenen Ressorts an.
20 Minuten: Neue Faktencheck-Taskforce gegründet
«Wir dürfen nicht, wie das auf den Social-Media-Plattformen geschieht, ungefiltert Propaganda weitergeben», so Fee Anabelle Riebeling, Redaktorin Wissen von 20 Minuten. (Bild: 20 Minuten)
von Christian Beck

20 Minuten hat neu eine interdisziplinäre Faktencheck- und Video-Verifikations-Taskforce. Geleitet wird diese von Fee Anabelle Riebeling, Redaktorin Wissen und Expertin der 20-Minuten-Gruppe für Recherche. Das Team befindet sich noch im Aufbau. Dabei sind bislang Sonja Mulitze von der Video & Photo Agency, Jan Derrer von der Videoproduktion und Tobias Bolzern aus dem Ressort Digital.

Seit der Coronapandemie hat 20 Minuten explizite Faktenchecks verstärkt. «Bei den Corona-Faktenchecks lag der Fokus auf inhaltlichen Aspekten. Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine ist die visuelle Ebene hinzugekommen», so Riebeling gegenüber persoenlich.com. «Als meistgenutztes Medium in der Schweiz stehen wir speziell in der Verantwortung, dass wir nur geprüfte Informationen weitergeben. Dieser Verantwortung wollen wir mit der Taskforce nachkommen – auch über den Krieg hinaus.»

In der Taskforce würden verschiedene Fähigkeiten zusammengebracht. Verifikation sei Teamwork. «Wir setzen unseren Menschenverstand ein und nutzen technische Online-Tools, die uns die Überprüfung erleichtern», so Riebeling weiter. Für die 20-Minuten-Redaktion habe sie ein Manual erstellt, das einfachere und schnell anwendbare Tools und Tricks sowie Hinweise auf mögliche Fallstricke enthalte. So können Journalistinnen und Journalisten selbst schon erste Schritte zur Verifikation unternehmen und grob aussieben. Riebeling: «Die kniffligen Fälle landen dann bei uns in der Taskforce.»



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Kommentare

  • Thomas Baumann, 17.05.2022 12:25 Uhr
    Wissenschaftsredaktorin. Mit einem Abschluss in Literaturwissenschaften? Ausgerechnet! Und jetzt Faktenchecker - ohne die im Studium erworbene Fähigkeit, naturwissenschaftliche Studien zu lesen. Findet man dafür eigentlich keine Naturwissenschaftler? Ich lasse mir ja auch nicht von einem Juristen den Rücken operieren. (Hat übrigens nichts damit zu tun, dass Frau Riebeling weiblich ist. Nur falls hier jemand den Macker am Werk sieht. Qualifikation hat nichts mit dem Geschlecht zu tun und ich lasse mir genauso gerne den Rücken von einer Ärztin richten wie von einem Arzt.)
  • Adrian Venetz, 11.05.2022 16:28 Uhr
    Faktencheck-Taskforce. Oder wie wir es früher nannten: Journalismus.
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