20.09.2007

".ch"

Basel und Bern sammeln hunderte Ständer ein

Keine Erlaubnis auf öffentlichem Grund.

In den Städten Basel und Bern stören sich die Behörden an den vielen Ständern, die auf Gehsteigen und auf öffentlichem Grund vor Hauseingängen stehen. "Wir nehmen alle diese Ständer mit", erklärt Thomas Gisi vom Tiefbauamt der Stadt Bern auf Anfrage von "persoenlich.com". Er schätzt, dass am Mittwoch allein in Bern bereits hunderte, wenn nicht gar noch mehr Ständer eingesammelt wurden. Gisi ärgern die Ständer, weil sie die Putzfahrzeuge der Stadt behindern und für Passanten ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Eine Null-Tolerance-Politik verfolgen auch die Basler Behörden: "Wir sind gegenwärtig daran die 'Notenständer' einzusammeln. Gemeinsam mit der Stadtreinigung nehmen wir sämtliche Ständer mit, die auf öffentlichem Grund stehen", sagt Raymond Benes, Leiter der Allmendverwaltung. Er bestätigt damit einen Bericht der Basler Zeitung. Wie gross die Zahl der Ständer ist, welche entfernt wurden, vermag Benes noch nicht beziffern.

Alleine in einem einzelnen Strassenabschnitt habe er selber acht Ständer auf öffentlichem Grund stehen sehen. Die Verwaltung will die widerrechtlich platzierten Ständer lagern, bis die Sammelaktion abgeschlossen ist. Danach wird sie der Verlag laut Benes abholen können. Die Zusatzaufwendungen wird die Verwaltung -- wie auch in Bern -- dem Zürcher Mediapunkt-Verlag in Rechnung stellen.

Keine Probleme in Zürich

Nicht negativ ins Auge gestochen sind die Dispenser der Gratiszeitung ".ch" dagegen den Zürcher Behörden: "Uns ist nicht bekannt, dass Ständer auf öffentlichem Grund stehen", erklärt Cigdem Ruf, Sprecherin des Zürcher Tiefbauamts auf Anfrage von "persoenlich.com". Man verfolge allerdings genau, wie sich die Sache entwickle. "Kommen wir zum Schluss, dass Handlungsbedarf besteht, schalten wir sofort das ERZ (Entsorgung und Recycling Zürich) ein."

Für ".ch"-Verleger Sacha Wigdorovits ist es kein Problem, dass ein Teil der 20'000 Ständer, die er in den vergangenen Tagen und Wochen aufstellen liess, auf dem Trottoir landen. "Wo die Hauseigentümer keine Ständer wollen, legen wir die Zeitungen in die Briefkästen oder vor die Tür", so Wigdorovits.

Er hat die Verteiler bereits angewiesen, die Zeitungen so in den Briefkastenschlitze zu deponieren, dass ein Teil der Zeitungen ersichtlich bleibt. Auf Anfrage von "personenlich.com" zeigte sich Wigdorovits auch am zweiten Tag zufrieden mit dem Vertrieb der Gratiszeitung. Fast alle Exemplare seien verteilt worden, an einigen Standorten sei es jedoch aufgrund von Verzögerungen beim Druck zu Verspätungen gekommen. (dvp)


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