02.11.2007

"Blick"

Bernhard Weissberg nimmt Arbeit auf

Bereits erste Retouchen am Blatt angekündigt.

Nach rund zehn Jahren ist Bernhard Weissberg am Donnerstag zum Blick zurückgekehrt. Der 48-Jährige stand in den Neunziger Jahren als Sport-, Polit- und Nachrichtenchef sowie als stellvertretender Chefredaktor im Solde des Boulevardblatts; in einer Zeit also, als der Blick noch erfolgreich war. Sein heutiger Amtsantritt als Chefredaktor geschieht unter anderen Vorzeichen: Auch wenn der Blick, einst unbestrittener Marktleader, immer noch schwarze Zahlen schreibt, erodieren die Auflagenzahlen stetig.

Weissberg tritt den Posten des Chefredaktors als logischer Nachfolger von Werner De Schepper an, der vergangenen März seinen Sessel räumte. Unter dem Titel "Blick 2010" hat Weissberg vom Verlag bereits den Auftrag erhalten, den Blick zu überarbeiten und damit den Lesebedürfnissen der Gegenwart anzupassen. Mit einer feminineren und magazinlastigeren Ausrichtung will er mit dem Blick ab Frühling den Geschmack der Massen wieder treffen.

Für "persoenlich.com" beantwortete Weissberg kurz vor Ende seines ersten Arbeitstages einige schriftlich zugestellte Fragen.

Herr Weissberg, Sie haben heute beim "Blick" angefangen. Mit welchen Worten sind Sie an ihrem ersten Tag vor die Redaktion getreten?

Ich freue mich, zurück beim "Blick" zu sein, im spannendsten Job, den die Schweizer Medien zu bieten haben!

Was werden Ihre ersten Schritte sein?

Jeden Tag einen vorwärts.

Was wird nun kurzfristig beim "Blick" anders?

Wir schieben die Newseite etwas weiter nach hinten. Und es gibt neu eine grosse Mitte im ersten Bund.

Werden Sie einen grossen Teil des Redaktionsteams auswechseln -- so wie das ihr Kollege, Marc Walder, beim "SonntagsBlick" getan hat?

Ich komme nicht als Kurzmacher, sondern als Bessermacher.

Wann kommt der neue "Blick"?

Im ersten Quartal des nächsten Jahres.


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