08.02.2022

Rundschau

Beschwerde gegen Kampfjet-Bericht eingereicht

Das SRF habe sich mit dem Bericht als «Freund und Helfer der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA)» betätigt, so der Vorwurf der Allianz Sicherheit Schweiz.
Rundschau: Beschwerde gegen Kampfjet-Bericht eingereicht
Kritik an einem Kampfjet-Beitrag der «Rundschau» vom Mittwoch. (Bild: Screenshot)

Die Allianz Sicherheit Schweiz hat gegen einen «Rundschau»-Beitrag über die Kampfjets F-35A bei der SRG-Ombudsstelle Beschwerde eingelegt: Das SRF habe sich mit dem Bericht als «Freund und Helfer der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA)» betätigt.
Die «Rundschau» habe mit ihrer Berichterstattung vom vergangenen Mittwoch die Gebote der Sachgerechtigkeit und der Transparenz verletzt, heisst es in der Beanstandung, über welche die Newsplattform ZüriToday am Dienstag zuerst berichtete.
Die im August 2021 gegründete Allianz Sicherheit Schweiz kritisiert unter anderem, dass im Fernsehbeitrag ein Experte präsentiert werde, der die GSoA-Initiative beraten habe. «Seine Interessenbindung, die Kampfflugzeugbeschaffung zu verhindern, bleibt unerwähnt.»
Zudem werde in der Sendung suggeriert, dass der Evaluation des Kampfjets falsche Szenarien zugrunde gelegt worden seien. Die Argumentation der Kampfjet-Gegner, es werde ein Jet für die Bombardierung irgendwelcher Ziele im Ausland beschafft, werde mehrfach einfach übernommen.
«Jet-Beschaffung skandalisiert» «Für uns ist klar, dass der Beitrag damit ausschliesslich eine Skandalisierung der Beschaffung erreichen und Stimmung gegen den F-35A machen wollte», heisst es in der Beanstandung, welche die Ständerate Thierry Burkart (FDP/AG) und Werner Salzmann (SVP/BE) sowie Nationalrat Thomas Hurter (SVP/SH) im Namen der Allianz unterzeichnet haben. Die Allianz Sicherheit Schweiz versteht sich gemäss ihrem Internetauftritt als «einsatzbereite und schlagkräftige Fach- und Kampagnenorganisation». Sie will als landesweites Netzwerk der Bevölkerung «auf verständliche Weise die Bedeutung einer aktiven Sicherheitspolitik erklären und damit die GSoA und andere Akteure kontern». (sda/wid)


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KOMMENTARE

Peter Huber
09.02.2022 15:28 Uhr
Wenn man nicht versteht was „in der Tiefe des Raumes“ für ein Kampfflugzeug heisst, nicht versteht wie ein Flugzeug funktioniert und evaluiert wird, keine Ahnung von der Luftwaffe hat dann gibt es solche Sendungen. Ahnungslosigkeit gemischt mit Ideologie ergibt Verschwörungstheorien. Echt schwache journalistische Leistungen.
Victor Brunner
09.02.2022 10:29 Uhr
Schon jetzt klar, die Beschwerde wird abgeiwesen. Die RUNDSCHAU hat Szenarien vom VBS dokumentiert, mehr nicht. Eine breit informierte Bevölkerung ist nicht im Sinn von Allianz Sicherheit Schweiz. Lieber einseitig vom VBS gesteuert¨.
Willy Brauen
08.02.2022 17:52 Uhr
Der verzerrte Bericht arbeitet doch den Armee-Abschaffern, der GSOA in die Hände und diffamiert die ehrlichen Bemühungen von BR Viola Amherd mit ihren Fachleuten, um eine korrekte Auswahl und Entscheidung für die Bedürfnisse der Armee zu erreichen! Es ist doch wichtig, selbst als Verteidigungs-Armee, dass die Flieger auch Angriffe, wo es immer nötig sein würde, fliegen können? Dass das im Moment, wie das, auch zu Sowjet-Zeiten war, eher im Osten liegen könnte, ist nicht ungewöhnlich. Zu meiner Dienstzeit wurde uns «der Feind» als Rot und immer im Osten liegend angegeben. Dass wir je in unseren Nachbars-Gegenden Einsätze fliegen müssten, ist doch sehr unwahrscheinlich. Die gemachte Vorgabe als «mieses Spiel» der Flugzeugbeschaffung darzustellen, ist wirklich fragwürdig! Alle Bewerber hatten die gleichen Vorgaben, um ein korrekter Vergleich anstellen zu können. Der Luftwaffen-Chef erklärte es auch so! Wenn die Regierung kritisiert wird, ist es meist beim Militär, oder bei den SVP-Bundesräte, was einmal mehr eine gewisse Linkslastigkeit bestätigt. Im Weiteren wurden die 6Mia Franken als wahnsinnig teuer dargestellt. Auf der anderen Seite wurden mit leichter Hand 30, 40, 50 Milliarden im Zusammenhang mit Covid ausgegeben, nicht, dass ich damit nicht einverstanden gewesen bin/wäre, dass man den leidgeprüften Unternehmer:Innen und Mitarbeitenden hilft, die man so sinnlos mit übertriebenen Massnahmen, und einem voreiligen viel zu langen Lockdown schädigte.
Peter Voser
08.02.2022 14:38 Uhr
Nur wer sich verteidigen will, wird im Kriegsfall ernst genommen. Das zum Kauf vorgeschlagene Flugzeug wurde nach allen Seiten geprüft und ist den Mitbewerbern überlegen. Die Gegner der Beschaffung (GSOA)wollen kein besseres Flugzeug sondern gar keines. Was sagte doch seinerzeit ein finnischer General? Jedes Land hat eine Armee: Entweder eine eigene oder eine fremde!
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