Die Neue Zürcher Zeitung AG hat sich mit 12.5 Prozent an der deutschen Fernsehfirma DCTP (Development Company for Television Program) beteiligt. Damit verstärkt die NZZ ihr Fernseh-Engagement im deutschsprachigen Raum und die seit 1993 bestehende vertragliche Zusammenarbeit mit der DCTP, wie es in einer Mitteilung heisst.
Im Zuge dieser Beteiligung hat die NZZ auch ihren Bereich Neue Medien umstrukturiert: Die Online-Aktivitäten und die Fernseh- und Dokumentarfilmproduktion werden organisatorisch getrennt. Wolfgang Frei ist neu Leiter des Bereichs Fernsehen und Film, die Leitung der Online-Redaktion ist noch vakant.
Die NZZ erwarb die Anteile von Prof. Alexander Kluge, einer der beiden Gründer der DCTP, der nun noch 37.5 Prozent der Geschäftsanteile hält. Die anderen Inhaber sind die japanische Dentsu Inc. mit 37.5 Prozent und Spiegel Verlag mit 12.5 Prozent Anteilen.
Seit der Firmengründung im Jahre 1986 ist die DCTP eine Plattform für unabhängige Dritte im deutschen kommerziellen Fernsehen. Die DCTP verfügt über Sendelizenzen auf RTL, SAT.1 und VOX, die von den Partnern in redaktioneller Unabhängigkeit bestückt werden. Ziel ist es, Information, Bildung und Kultur in einem Gesamtprogramm zu verbinden.
Die DCTP kooperiert dazu nach dem Herausgeberprinzip mit Partnern aus grossen Verlagshäusern (Spiegel, Neue Zürcher Zeitung, Süddeutsche Zeitung), mit BBC Worldwide und anderen. Hinzu treten die Kulturmagazine. DCTP ist in der Schweiz an der PresseTV AG beteiligt, die ihre Programme mit einer eigenen Konzession auf SF2 verbreitet.

