Der Spiegel-Verlag will offenbar bei der Financial Times Deutschland (FTD) einsteigen. Er plant, den 50-Prozent-Anteil des britischen Medienkonzerns Pearson an dem Blatt zu übernehmen, wie Welt Online am Dienstag mit Berufung auf Informationen aus dem Verhandlungskreis berichtet. Eine offzielle Stellungnahme zu dem Wechsel des Gesellschafters gibt es indes jedoch nicht.
Der britische Medienkonzern Pearson gibt die FTD seit dem Jahr 2000 im Joint Venture mit dem Hamburger Verlag Gruner + Jahr heraus. Die verkaufte Auflage des Blatts liegt bei rund 102'000 Exemplaren. Pearson hat das Interesse an dem Verlustbringer, der nach Angaben von Gruner + Jahr 2008 rentabel werden soll, verloren. Dies ist laut Welt Online im Zusammenhang mit der Strategie des britischen Unternehmens zu sehen, sich künftig stärker auf den englischsprachigen Markt und die Bildungssparte zu konzentrieren.

