Ein Radiohörer hat gegen die Bezeichnung des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Obama als "Neger" im Sendegefäss "Zweierleier/Zytlupe" auf DRS 1 bei Ombudsmann Achille Casanova eine Beschwerde eingereicht. Die Bezeichnung "Neger" sei diskriminierend und verletze die Konzession, auch wenn die Sendung als Satire zu verstehen sei.
In seiner Stellungnahme schrieb Christoph Gebel, Programmleiter DRS 1, dass das Wort "Neger" in der beanstandeten Satire nicht als rassistisch verstanden werden könne. Thema der Sendung sei nicht Barack Obama gewesen. Der Präsidentschaftskandidat sei lediglich eines der Stichworte gewesen, welches zwei biedere Touristinnen auf einem italienischen Campingplatz gedankenlos aufgegriffen hätten. Die beiden Frauen zogen in der Satire über alles her, was ihnen "fremd" war. Damit sei der latente Rassismus einer gedankenlosen Biederkeit blossgestellt worden.
Casanova konnte die kritische Reaktion des Radiohörers nachvollziehen, teilte aber die Argumente der Verantwortlichen vom SR DRS und wies die Beschwerde ab, wie aus dem Newsletter "Inside SRG" hervorgeht.

