02.09.2007

Thomas Matter

Blick und NZZ am Sonntag verklagt

Ex-Swissfirst-Chef fordert 15 Millionen pro Zeitung.

Thomas Matter, ehemaliger Chef der Bank Swissfirst, hat laut Sonntagszeitung juristische Schritte gegen Blick, Sonntagsblick sowie die NZZ am Sonntag eingeleitet. Grund der Klage sei die Berichterstattung der Zeitungen über ihn und seine Aktivitäten rund um die Fusion der Bank Swissfirst mit der alten Bellevue-Gruppe zur neuen Bellevue Group.

"Ja, wir sind eingeklagt worden über 15 Millionen Franken", so NZZ am Sonntag-Chef Felix E. Müller gegenüber der Sonntagszeitung. SonntagsBlick-Chefredaktor Marc Walder wollte indes keine Stellung zum Fall nehmen. Dem Vernehmen nach soll es sich bei Blick und SonntagsBlick auch um einen jeweiligen Streitwert von 15 Millionen Franken handeln. Matter habe die drei Blätter zuvor aufgefordert, eine "Verjährungsverzichtserklärung" zun unterschreiben. Wer dies nicht tat, hat nun ein Sühnebegehren am Hals. Matter sagt gegenüber der Sonntagszeitung, dass es sich dabei um einen rein taktischen Schritt handelt, mit dem Ziel, die Verjährung zu verhindern. Ob eine Klage folgt, hänge von der Verhandlung vor dem Friedensrichter ab.

Laut Ringier-Anwalt Matthias Schwaibold enthält Matters Rechtsschrift die handelsüblichen Begehren bei Persönlichkeitsverletzungen durch Medien" -- namentlich gehe es um Schadenersatz und Genugtuung. Ende September kommt es laut Sonntagszeitung zu einem Treffen der Parteien vor dem Friedensrichter. Walder und Mätter haben laut Schwaibold ein Treffen unter der vier Augen vereinbart, um über eine aussergerichtliche Einigung zu sprechen.


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