02.04.2012

Huffington Post

Blogger-Klage von Gericht abgewiesen

Die Publikation sei Bezahlung genug.

Der Aktivist Jonathan Tasini hatte die Klage der rund 9.000 Blogger angeführt. Die Blogger forderten im Nachhinein 105 Mio. Dollar von der Huffington Post. Eigenen Angaben nach hat allein er in über fünf Jahren 216 Beiträge geliefert. Seiner Ansicht nach ist der Wert der Huffington Post durch derartige Mitarbeit unabhängiger Blogger entstanden. Mitgründerin Arianna Huffington habe jedoch alleine davon profitiert.

Die Blogger hätten sich jedoch auch nie ernsthaft Geldleistungen erwartet, so die Argumentation des Gerichts. Wiederholt hätten sie bewusst zugestimmt, unbezahlt zu arbeiten. Aus diesem Grund fehle nun jegliche Grundlage für einen Prozess. "Es ist das elektronische Äquivalent zu einem Leserbrief an einen Redakteur", so John Coffee, Professor an der Columbia Law School.

Der Unmut über das Urteil ist gross, denn die Richter argumentieren: "Man wird durch die Publikation belohnt, nicht durch Bezahlung." Tasini und sein Anwalt wollen sich jedoch nicht mit der Entscheidung zufrieden geben und suchen nun nach neuen Rechtsmitteln, um die Klage vor Gericht zu bringen. Von Seiten des Eigentümers AOL gab es bislang keinen Kommentar zu der Ablehnung der Blogger-Klage. (pte)


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