27.06.2007

DAB

Bundesrat erlaubt der SRG zwei neue Programme

Grünes Licht für DRS News und World Radio Switzerland.

Ab November bietet die SRG zwei neue digitale Radioprogramme an. Der Bundesrat hat ihr grünes Licht für das deutschsprachige Programm DRS News und für das englischsprachige Programm World Radio Switzerland (WRS) gegeben. Die beiden neuen Radioprogramme werden über das bestehende digitale Sendernetz (DAB) verbreitet. Nach Ansicht des Bundesrates werden sie zum Service public der SRG beitragen. Die SRG entspricht damit der bundesrätlichen Hörfunkstrategie, mit einer Erweiterung des Angebotes dem Digitalradio in der Schweiz Auftrieb zu geben.

Mit DRS News richtet sich Radio DRS an Deutschschweizer Hörerinnen und Hörer, die jederzeit aktuell informiert sein wollen. Geplant sind Nachrichten zur vollen, Kurznachrichten zu halben und Schlagzeilen zur Viertelstunde. Nachmittags und abends werden Schwerpunkte zu Kultur, Bildung, Wissenschaft, Gesellschaft und Sport gesetzt.

Das Unterhaltungs- und Informationsprogramm WRS ist ein Nachfolgeprogramm des in Genf verbreiteten Programms World Radio Geneva. Sein Publikum sind Englischsprachige in der Schweiz, Touristen und Personen, die in internationalen Organisationen, Unternehmen und diplomatischen Vertretungen tätig sind. Bei der Auslandberichterstattung wird die Zusammenarbeit mit der BBC weitergeführt.

Nicht aus Gebührenerhöhung finanziert

Die neuen Programme kosten die SRG jährlich rund 10 Millionen Franken. Weil der Gebührenentschied des Bundesrates vom vergangenen Dezember keine zusätzlichen Mittel dafür vorsieht, muss die SRG sie aus bestehenden Mitteln bzw. mit Produktivitäts- und Effiziensteigerungen finanzieren.

Auf der selben DAB-Plattform sind auch private Radioprogramme vorgesehen. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) wird in den nächsten Wochen aus den 18 Kandidaturen 8 Privatsender konzessionieren.

Medien-Forum kritisiert 'Expansionsstrategie'

Keine Freude am Bundesratsentscheid zeigte das Medien-Forum. Damit sei bewiesen, dass die SRG nach wie vor über fürstliche Mittel verfüge, heisst es in einer Mitteilung. Sie sei nicht gewillt, die Aktivitäten auf den Service public zu konzentrieren. Die SRG verfolge eine Expansionsstrategie, die privaten Anbietern offensichtlich keinen Spielraum gewähren solle. (sda)


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