Der Final der Champions League und ein Spiel pro Runde sind in den Saisons 2024/25, 2025/26 und 2026/27 wieder live bei SRF, RTS und RSI im frei empfangbaren Fernsehen sowie auf ihren Onlineplattformen zu sehen. Zudem werden die beiden Finals sowie ein Spiel pro Runde der Europa League oder der Europa Conference League live übertragen. Die entsprechenden Liverechte hat sich die SRG über eine Sublizenz mit Blue Sport gesichert sowie direkt von der Uefa, wie die SRG am Donnerstag mitteilte.
Die Ausstrahlungsrechte hat erneut – wie in der laufenden Vertragsphase – Blue Sport erworben. Dank einer Sublizenz der SRG mit Blue Sport wird in den drei Saisons in der Ligaphase (ehemals Gruppenphase) ein Spiel pro Runde live auf den Sendern der SRG zu sehen sein – total 17 Live-Spiele inklusive Final. Die Liverechte am Champions-League-Final hat sich die SRG dank einer direkten Vereinbarung mit der Uefa gesichert. Falls ein Schweizer Team die Playoff-Phase erreicht, wird die SRG zusätzlich zwei Spiele live zeigen (total 19 Spiele). Als Teil der Vereinbarung hat die SRG den Champions-League-Final für die Ausstrahlung im Pay an Blue Sport sublizenziert.
Auch die beiden weiteren europäischen Clubwettbewerbe – die Uefa Europa League und die Uefa Europa Conference League – sind ab der Saison 2024/25 für drei Spielzeiten auf den Sendern der SRG zu sehen. Im Rahmen der Sublizenz mit Blue Sport können SRF, RTS und RSI insgesamt 17 Ligaphasen- sowie die beiden Finalspiele der Wettbewerbe im frei empfangbaren Fernsehen sowie auf ihren Onlineplattformen übertragen.
Ab der Saison 2024/25 sind jeweils am Mittwochabend die Champions League und am Donnerstagabend die Europa League oder die Conference League wieder Teil des Liveangebots der SRG. Als Teil der Sublizenz verfügt die SRG ab der Saison 2024/25 weiterhin über umfassende Highlight-Rechte an allen Spielen der drei Wettbewerbe, wie es weiter heisst. Dank der Vereinbarungen seien die drei europäischen Topwettbewerbe, die besten Schweizer Fussballer «sowie hoffentlich auch Schweizer Teams» in allen Landesteilen im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen.
CH Media bedauert Verlust
Seit der Saison 2021/2022 zeigen die beiden Sender 3+ und TV24 ausgewählte Spiele der Uefa-Wettbewerbe Champions League, Europa League und Europa Conference League. Dies wurde möglich, da CH Media die Free-TV-Sublizenzrechte von der primären Rechteinhaberin Blue (damals Teleclub) für drei Fussball-Saisons bis und mit Saison 2023/2024 erwarb (persoenlich.com berichtete).
Für die kommende Saison hat CH Media für die Uefa-Champions-League-Spiele «deutlich mehr geboten als im aktuellen Rechtezyklus, den Zuschlag aber dennoch nicht erhalten», wie es in einer Mitteilung heisst. Als Konsequenz könne CH Media ihren Zuschauerinnen und Zuschauern ab der Saison 2024/2025 «bedauerlicherweise» vorerst keine weiteren Spiele dieser Fussballwettbewerbe mehr zeigen.
«Wir bedauern den Vergabeentscheid von Blue, möchten uns aber gleichzeitig für die hervorragende Zusammenarbeit in der laufenden Rechteperiode bedanken», so Roger Elsener, Geschäftsführer Entertainment und Mitglied der Geschäftsleitung von CH Media. «Das Angebot der SRG war offenbar unschlagbar hoch. Dass das gebührenfinanzierte Fernsehen so hohe Beträge für Sportrechte ausgibt, erstaunt uns – zumal die SRG nun deutlich höhere Beiträge bezahlt als jene, die sie nach der zuletzt an CH Media verloren gegangenen Rechtevergabe für den laufenden Zyklus als ‹zu hoch› taxierte.» Es sei irritierend, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen private TV-Anbieter in einem Bereich konkurrenziere, den Private ebenso gut abdecken können.
«Ein Prestigeerfolg»
«Wirtschaftlich nachvollziehbar, politisch heikel», titelte die NZZ am Donnerstagnachmittag. Für die SRG sei die Rückkehr «der attraktiven Champions-League-Liverechte auf ihre Kanäle ein Prestigeerfolg». Dabei müsse «der öffentlich-rechtliche Sender mutmasslich an die Schmerzgrenze seiner finanziellen Möglichkeiten gehen».
Es sei aber auch eine kommerzielle Investition, so die NZZ. Übertragungen von Livesport seien nach wie vor Quotengaranten. «Entsprechend aggressiv muss die SRG im Bieterwettbewerb um die Sublizenz aufgetreten sein. Ein Insider spricht von rund einer Verdoppelung der Angebotssumme gegenüber der letzten Verhandlungsperiode. Allein die Rechte am Final sollen ihr einen siebenstelligen Betrag wert gewesen sein», heisst es in der NZZ weiter. Roland Mägerle, Bereichsleiter der Geschäftseinheit Sport bei der SRG, sagte: «Wir haben ein Budget, das wir einhalten müssen. Glücklicherweise zählen in solchen Verhandlungen aber nicht nur die Finanzen, sondern auch die Reichweite, die wir offerieren können.» (pd/cbe)