Chefredaktion stellt sich hinter Redaktor

SRF - Gregor Meier, Nachrichtenchef und stellvertretender Chefredaktor von SRF, hat sich zum Fall Fischer geäussert.

SRF-Redaktor Pascal Schmitz hatte während eines Porträtdrehs erfahren, dass Natitrainer Patrick Fischer 2022 mit einem gefälschten Covid-Zertifikat an den Olympischen Spielen teilgenommen hatte. Der Sender recherchierte und konfrontierte Fischer mit den Ergebnissen – worauf dieser noch am selben Abend selbst an die Öffentlichkeit ging. Danach publizierte SRF die Recherche ​​​​​​​​(persoenlich.com berichtete).

Gregor Meier, Nachrichtenchef und stellvertretender Chefredaktor von SRF, begründet auf LinkedIn den Entscheid in drei Punkten: Es habe sich nicht um ein vertrauliches Off-the-record-Gespräch gehandelt. Eine Nicht-Publikation hätte gegen die journalistischen Standards von SRF verstossen. Und das öffentliche Interesse sei zweifellos gegeben gewesen – wie die Reaktionen von Sportverbänden und Medien zeigten.

Meier wehrt sich auch gegen die Kritik an Redaktor Schmitz: Diesen zum Sündenbock zu machen, sei nicht akzeptabel – den Publikationsentscheid habe die Chefredaktion gefällt, nicht Schmitz.

Meier schliesst mit einem klaren Statement: «Ein Journalist, der die Wahrheit ans Licht bringt, ist nicht ein Verräter und nicht ein Denunziant. Sondern einer, der seinen Job richtig macht.» (cbe)