04.06.2007

Cash

Chefredaktor Dirk Schütz verlässt Ringier

Unmut und Verunsicherung auf der Redaktion.

Vier Tage nach der Ankündigung der Ringier-Konzernleitung, die wöchentliche Wirtschaftszeitung Cash auf Ende Juni zu schliessen, sitzt der Schock bei den betroffenen Mitarbeitern des Wirtschaftsblatts immer noch tief. Für die Meisten kam die Hiobsbotschaft aus heiterhellem Himmel, wie mehrere Redaktionsmitglieder gegenüber "persoenlich.com" erklärten.

Auch Dirk Schütz, der am Mittwoch Abend aus den Ferien an die Dufourstrasse zitiert wurde, hatte keine Ahnung von den Plänen der Konzernleitung. "Ich wurde völlig überrascht", sagt er auf Anfrage von "persoenlich.com". Schütz, der die redaktionelle Gesamtverantwortung über Cash und Cash daily trägt, wird nach eigenen Aussagen nicht weiter für Ringier arbeiten. Er beabsichtigt, den Konzern nach der Einstellung des Mutterblatts zu verlassen. Wohin, ist derzeit noch unklar.

Der Ankündigung Ringiers, dass einem beträchtlichen Teil des Redaktionsteams Stellen innerhalb der Cash Gruppe oder bei anderen Titeln des Verlags angeboten würden, begegnet man auf der Redaktion mit einiger Skepsis. "Wir hängen derzeit völlig in der Luft", sagt ein Journalist. Positive Signale vom Verlag hätte man noch keine erhalten, erklärt ein anderer.


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