14.09.2007

DRS/NZZ

CVP-Kandidatin darf doch an Wahlpodium teilnehmen

Ombudsstelle DRS plädiert zugunsten von Kathy Riklin.

Die Zürcher CVP-Ständeratskandidatin Kathy Riklin soll zum gemeinsamen Wahlpodium von "NZZ" und "Regionaljournal Zürich-Schaffhausen" vom 4. Oktober eingeladen werden. Dies hat die Ombudsstelle von Radio DRS vorgeschlagen.

Ursprünglich eingeladen waren lediglich Verena Diener (GLP), Felix Gutzwiller (FDP), Ueli Maurer (SVP), Chantal Galladé (SP) und Daniel Vischer (Grüne). Dagegen hatte CVP-Kantonalpräsident Markus Arnold bei der Ombudsstelle Beschwerde eingereicht.

"Es gibt nicht genügend auf objektive Kriterien gestützte Argumente, um den Einbezug von Verena Diener und den Ausschluss von Kathy Riklin zu begründen", heisst es im Schlussbericht der Ombudsstelle DRS, den sie auf ihrer Internetseite publizierte. Verfasst hat ihn Roger Blum, Stellvertreter von Ombudsmann Achille Casanova.

Im Zweifel eher mehr einladen

Im Zweifelsfalle müsse gerade vor Wahlen eher eine Kandidatin mehr als eine Kandidatin weniger berücksichtigt werden, gerade weil besondere Sorgfaltspflicht geboten sei, heisst es weiter. Zudem soll die Willensbildung der Bürgerinnen und Bürger durch Medien, die dem Service public verpflichtet seien, nicht eingeschränkt werden.

Die Verantwortlichen hatten Riklins Nicht-Einladung unter anderem damit begründet, dass die CVP im Kanton Zürich lediglich fünftstärkste Partei sei. Zwar sei sie stärker als die GLP. Deren Vertreterin, Verena Diener, als ehemalige Regierungsrätin jedoch bekannter als Riklin. Zudem habe Diener grössere Wahlchancen.

Auch argumentierten die Zuständigen, eine Diskussionssendung mit mehr als fünf Teilnehmenden sei für die Hörerschaft schwierig mitzuverfolgen. Die Obmudsstelle hält es für vorstellbar, "dass das Gespräch in zwei Runden aufgeteilt wird, in denen je drei der Kandidierenden miteienander debattieren". (sda)


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