30.04.2024

SRG

Darum wachsen Personalbestand und Lohnsumme

Obwohl die Zeichen auf Sparen stehen, ist die SRG in den letzten Jahren gewachsen. Die Zahl der Angestellten erreichte einen Höchststand im Fünfjahresvergleich. Warum das so ist.

Per Ende Dezember 2023 waren bei der SRG 7194 Personen angestellt. Das entspricht 5703 Vollzeitstellen (FTE). Mit Blick auf die vergangenen fünf Jahre bedeutet das einen Höchststand: Verglichen mit 2019 beschäftigte die SRG im vergangenen Jahr 131 zusätzliche Personen. Gegenüber dem Vorjahr nahm der Personalbestand gar um 237 Arbeitsplätze zu. Die Zahlen stehen im aktuellen Geschäftsbericht, den die SRG am Montag veröffentlichte.

Auf den ersten Blick überrascht die Zunahme. Stehen doch die Zeichen bei der SRG auf Sparen. Das zeigt sich etwa konkret in den Redaktionen. Dort beklagt sich leitendes Personal darüber, wie schwer es inzwischen geworden sei, auch nur eine einzelne neue Stelle bewilligt zu erhalten. Der Ausbau erfolgte also anderswo.

SRG-Sprecher Edi Estermann nennt drei Faktoren für den Stellenaufbau im Jahr 2023. Als erstes nennt er auf Anfrage von persoenlich.com die gestiegenen Ansprüche in den Bereichen Datenschutz, barrierefreier Medienzugang und Cybersecurity. «Das führt zu einem Mehrbedarf an Ressourcen», so Estermann. Zusätzliches Personal habe zudem der Aufbau von Fachwissen und der Expertise für neue Technologien erfordert, wie auch Internalisierungen, um betriebsinternes Know-how zu sichern.

Mehr Angestellte heisst auch mehr Lohn. Doch der Anstieg der Lohnsumme gegenüber dem Vorjahr um gut 30 Millionen Franken auf einen Fünfjahreshöchststand von 645 Millionen per Ende 2023 lässt sich nicht allein mit dem zusätzlichen Personal erklären. «Der Anstieg im Jahr 2023 beruht im Wesentlichen darauf, dass die SRG eine generelle Lohnerhöhung von 2,8 Prozent gewährte, um die Löhne an die hohe Teuerung anzupassen», schreibt die SRG im Geschäftsbericht.


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KOMMENTARE

René Grossenbacher
02.05.2024 08:40 Uhr
Die Pro-Kopf-Lohnkosten (inkl. aller Nebenleistungen) lagen bei der SRG schon vor Jahren rund 30% über den entsprechenden Kosten der privaten Medienunternehmen. Mit der jüngsten Lohnerhöhung beweist die SRG einmal mehr, dass sie die Zeichen der Zeit nicht verstanden hat.
Victor Brunner
01.05.2024 17:36 Uhr
Der Personalbestand und Lohnsumme steigen weil SRF sich nicht am Markt behaupten muss und Zwangsgebühren verschleudern kann. Alle anderen Unternehmen in der Medienbranche müssen effizienter, innovativer werden, sparen, nur SRF kann sich ausruhen, dank der sozialen Hängematte, Zwangsgebühren!
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