27.04.2018

Keystone-SDA

Das neue Unternehmen ist formell gegründet

Die Aktionäre der Schweizerischen Depeschenagentur und der Keystone haben am Freitag an ihren Generalversammlungen in Bern der Fusion beider Gesellschaften mit grosser Mehrheit zugestimmt. Die Fusion tritt damit rückwirkend auf 1. Januar 2018 in Kraft.
Keystone-SDA: Das neue Unternehmen ist formell gegründet
Die Aktionäre der SDA haben an der Generalversammlung der Fusion mit Keystone rückwirkend auf den 1. Januar 2018 zugestimmt. Damit ist das neue Unternehmen Keystone-SDA formell gegründet. (Bild: Keystone/Anthony Anex)

Der Zusammenschluss von SDA und Keystone erfolgt durch einen Beteiligungstausch. Die österreichische Nachrichtenagentur Austria Presse Agentur (APA) bringt ihre bisherige Beteiligung von 50 Prozent an Keystone in das neue Unternehmen ein. Die APA erhält dafür im Gegenzug einen Anteil von 30 Prozent der Aktien von Keystone-SDA (persoenlich.com berichtete).

In allen Regionen präsent

Das neue Unternehmen Keystone-SDA bleibt – wie schon die beiden Vorgänger-Firmen – der Dreisprachigkeit verpflichtet. Es anerkennt den Service-Public-Charakter des Basisdienstes. Die Keystone-SDA wird weiterhin in allen Landesregionen präsent sein. Sie bleibt stark in den Regionen verankert und setzt unverändert auf die Qualität der journalistischen Leistungen.

Die APA wird strategischer Technologie-Partner der Keystone-SDA. Der Fokus wird künftig noch stärker auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet, die sich im Zuge der Digitalisierung verändert haben. Das Ziel ist es, neue Geschäftsfelder zu erschliessen. So sollen neben dem Nachrichten-, Bild- und Videodienst für Medienkunden auch Behörden, Organisationen und Firmen angesprochen werden.

Rote Zahlen

Das Geschäftsjahr 2017 schloss die SDA-Gruppe, das letzte Jahr vor der Fusion, mit einem Verlust von 3,1 Millionen Franken ab nach einem Gewinn von 2,0 Millionen Franken im Vorjahr. Der Ertrag sank um 2,7 Prozent auf 32,8 Millionen Franken. Die Gewinnreserven betrugen 18,2 Millionen Franken. Vor der Fusion schüttete die SDA 12,4 Millionen Franken an die Altaktionäre aus.

Einem Vorschlag der Gewerkschaft Impressum, die Hälfte der Dividenden für die Verbesserung des Sozialplans der SDA zukommen zu lassen, ist die Aktionärsversammlung nicht nachgekommen.

Für heftige Reaktionen sorgte im Frühjahr 2018 die angekündigte Restrukturierung der SDA, die zum Abbau von 36 der 150 Stellen in der Redaktion führt. Der darauf folgende viertägige Streik ist einzigartig in der über 120-jährigen Geschichte der SDA. Gespräche zwischen dem Verwaltungsrat und der Redaktionskommission führten zu keinem Ergebnis. Die Schlichtung vor dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) läuft. (sda/cbe)



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