Seit 2007 tragen die Steinböcke Gian und Giachen die Marke Graubünden in den Markt hinaus. Laut der Regierung mit Erfolg, wie verschiedene Markenstudien und jährliche Wirkungsmessungen bestätigten. In den ersten Jahren lag der Schwerpunkt auf der Tourismuskommunikation. Unter der Markenidee «NaturMetropole Graubünden» soll sich die Wahrnehmung nun weiter verändern, «von der Tourismusmarke hin zur Standortmarke», wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Neu ist dieses Ziel nicht: Bereits bei der Lancierung von «Enavant 4.0» im Jahr 2019 formulierten die Verantwortlichen denselben Anspruch.
Die Aufteilung des Kantonsbeitrags spiegelt diese Ausrichtung: Die Geschäftsstelle Marke Graubünden erhält jährlich 600'000 Franken für Massnahmen im Bereich «Nicht-Tourismus», der Verein Graubünden Ferien (GRF) 400'000 Franken für den Bereich «Tourismus». Das Geld stammt aus der Wirtschaftsförderung. Leadagentur der Kampagne ist Wirz, wie Co-CEO Livio Dainese auf Anfrage bestätigt.
Gleichzeitig verlängert die Regierung den Leistungsauftrag mit GRF. Der Verein erhält von 2027 bis 2030 einen jährlichen Kantonsbeitrag von 6,5 Millionen Franken, dazu jährlich eine Million für die «Internationalisierung der Märkte». Die Regierung begründet dies mit der Bedeutung des Tourismus, der bei Arbeitsplätzen und Wertschöpfung weiterhin zu den wichtigsten Säulen der Bündner Volkswirtschaft zähle. (pd/cbe)

