13.09.2002

Jahreskongress Schweizer Presse

Der Film

Über 400 Führungskräfte aus Medien, Wirtschaft, Kultur und Politik lauschten am Freitagnachmittag Bundespräsident Kaspar Villiger, der über die Vertrauenskrise und die Rolle der Medien sprach. Ein weiteres Highlight des Jahreskongress des Verbandes Schweizer Presse in St. Moritz war neben einem Referat von FIFA-Präsident Sepp Blatter die traditionelle "Publishers Night", die sich einmal mehr bis in die frühen Morgenstunden zog. Mit dabei: das Kamera-Team von "persoenlich.com".
Jahreskongress Schweizer Presse: Der Film

Bundespräsident Kaspar Villiger betonte in seiner Rede, Unternehmer und Manager stünden jetzt vor der schwierigen Aufgabe, das angeschlagene Vertrauen wieder aufzubauen, das er als die Grundlage einer freiheitlichen Wirtschaft und Gesellschaft bezeichnete. Den Medien kommen nach den Worten Villigers in diesem Prozess vier zentrale Funktionen zu: die Information, die Wahrheitsfunktion, die Wächter- und die Forumsfunktion. Im allgemeinen erfüllten die Schweizer Medien diese Funktionen gut, fügte der Bundespräsident hinzu. Gefahr drohe von zwei Seiten her: von der Versuchung, durch Kampagnen selber Macht auszuüben und vom wirtschaftlichen Zwang zur Steigerung von Auflage und Einschaltquote. Den Medien ergehe es wie den Unternehmern und Managern: "Das Versagen weniger schlägt als Vertrauensverlust auf alle zurück."

FIFA-Präsident Sepp Blatter und die Unternehmerin Carolina Müller-Möhl berichteten über ihre zum Teil negativen Erfahrungen mit Medien und forderten die Medienproduzenten zu mehr Sorgfalt, Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein auf. Sepp Blatter warf vor allem englischen, deutschen und schweizerischen Medien vor, mit falschen Informationen eine monatelange Kampagne gegen ihn geführt zu haben. Wie Blatter gegenüber "persoenlich.com" erklärte, hatte er gleich zwei Referate vorbereitet. Er habe sich jedoch kurzfristig entschlossen, das "zahmere" zu bringen. Dieses wird übrigens im neusten "persönlich" nachzulesen sein.

Journalistische Qualitätsfragen behandelte Prof. Dr. Michael Haller (Universität Leipzig). Der Herausgeber von Die Welt und Berliner Morgenpost Prof. Dr. Dieter Stolte vermittelte einen Überblick über Probleme und Perspektiven der Tagespresse anhand der Verhältnisse im deutschen Markt. Der Anlagespezialist Prof. Dr. Erwin W. Heri ging der Frage nach, ob man in Medien noch investieren kann und soll, und der Kommunikationsberater Prof. Dr. Iwan Rickenbacher wog die Macht der Medien gegen die Macht der Politik ab.

--> Den Film zum Jahreskongress Schweizer Presse finden Sie auf "persoenlich.com" unter dem Button "web-tv".

--> "Jahreskongress Schweizer Presse: Debatten zur Presseförderung" -- https://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=21550

--> "Jahreskongress Schweizer Presse: Präsident Coninx bleibt ein weiteres Jahr" -- https://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=21560

--> "Jahreskongress Schweizer Presse: Ringier als Coninx-Nachfolger gehandelt" -- https://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=21593


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