Der neuen Strategie den Segen erteilt

SRF 2024 - Die Medienzentren der Landeskirchen tragen die Weiterentwicklung des SRF-Religionsangebots mit.

Die Reformierten Medien und das Katholische Medienzentrum stehen hinter den in der SRF-Strategie 2024 vorgesehenen Änderungen beim Angebot mit Religionsthemen. Es handle sich dabei nur um eine Umlagerung von Ressourcen und keinen Abbau in der Fachredaktion.

Pascale Huber, Geschäftsführerin Reformierte Medien, bestätigte am Mittwoch auf Anfrage eine entsprechende Meldung im SRF-Newsletter. Die Umlagerung trage der veränderten Mediennutzung Rechnung. Huber bestätigte zudem, dass es nach Bekanntgabe der SRG-Pläne aus kirchlichen Kreisen Kritik an der Einstellung einzelner kirchlicher Formate gegeben habe. Es gehe aber nicht um einen Abbau in der Fachredaktion Religion, sondern nur um den Verzicht auf zwei Sendungen (persoenlich.com berichtete).

Beim jährlichen Austausch vom vergangenen Donnerstag von SRF mit den landeskirchlichen Medienbeauftragten informierte SRF-Direktorin Nathalie Wappler über die finanzielle Situation von SRF und das Transformationsprojekt SRF 2024.

Nur noch eine Radiopredigt

Sie betonte laut dem Newsletter, dass Religion ein gesellschaftsrelevantes Thema sei, das im Programm nicht nur am Sonntagmorgen anzutreffen sein sollte. Die Expertise der Fachredaktion Religion solle künftig in die Entwicklungen eines neuen Angebots einfliessen und verstärkt in den Informationssendungen zum Tragen kommen.

Besprochen wurde weiter eine gemeinsame Weiterentwicklung des Formats «Radiopredigt». Einig war man sich, dass es künftig keine zwei konfessionell unterschiedlichen und nacheinander ausgestrahlten Radiopredigten mehr braucht. Laut Huber wird es ab 2022 nur noch eine Radiopredigt am Sonntagmorgen geben. Das Casting für ein neues Team werde 2021 stattfinden.

Laut SRF konnten dank der gut eingespielten Kooperation von SRF mit den Medienzentren der Landeskirchen während des Corona-Shutdowns im Frühjahr zusätzlich vier Gottesdienste in Radio und Fernsehen übertragen werden.

Huber betonte, dass die Produktionsbedingungen aufgrund der Pandemie sehr anspruchsvoll seien. Man halte dennoch an den bereits geplanten Gottesdiensten fest. Offen sei, ob noch zusätzliche Gottesdienste übertragen würden. (sda/cbe)