Gut fünf Wochen vor den Neuwahlen in Deutschland muss die Weltwoche den Abgang ihres Deutschland-Korrespondenten Richard Herzinger hinnehmen. Der Essayist und Buchautor wechselt nach nur einem Jahr bei der Weltwoche noch diesen Herbst in die Ausland-Redaktion der Welt am Sonntag. Walter de Gregorio, Mitglied der Chefredaktion, bestätigte entsprechende Informationen, die "persoenlichlich.com" vorliegen.
"Der neue Arbeitgeber hat mir ein lukratives Angebot unterbreitet. Er gibt mir alle beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten", begründet Herzinger seinen Wechsel gegenüber "persoenlich.com". Die Frage, ob sein Abgang mit der kürzlichen Demission von Simon Heusser in Zusammenhang stehe, mochte Herzinger nicht kommentieren. Der kürzlich abgetretene Chefredaktor der Weltwoche hatte Herzinger beim Jean-Frey-Titel engagiert.
Wer für die Weltwoche über das bevorstehende Duell zwischen Gerhard Schröder und Angela Merkel berichten wird, ist zum heutigen Zeitpunkt noch offen. Ob Herzinger noch bis zu den kommenden Neuwahlen Mitte September für den Titel schreiben wird, entscheidet aller Voraussicht nach der neue Chefredaktor der Weltwoche, der wohl noch im Laufe des Augusts ernannt wird.

