31.05.2007

CASH

Die gedruckte Wochenzeitung wird eingestellt

Letzte Ausgabe erscheint am 28.Juni.

CASH-Chefredaktor Dirk Schütz wurde am Mittwoch für die ausserordentliche Geschäftsleitungssitzung eigens aus den Ferien an die Dufourstrasse beordert. Der Grund: Ihm wurde bekannt gegeben, dass Ringier an der Wochenzeitung Cash nicht länger festhalten will. Der Titel werde per Ende Juni eingestellt und im Gegenzug das Multimediaprojekt CASHdaily ausgebaut, verlautete das Medienhaus am Donnerstag Mittag offiziell. Die Mitarbeiter von CASH wurden am Donnerstag Mittag von Ringier-Konzernleitungsmitglied Thomas Trüb informiert. Die 46 betroffenen Mitarbeiter sollen mehrheitlich in der CASH Gruppe und bei anderen Ringier Titeln weiterbeschäftigt werden.

Die Wochenzeitung CASH erscheint seit 1989. Das publizistisch anfangs erfolgreiche Blatt kämpfte in den vergangenen Jahren mit Leserschwund und sinkenden Auflagenzahlen. Ob CASH überhaupt einmal kommerziell erfolgreich war, bezweifeln Branchenkenner. Im Januar 2002 wurde das Blattt zuletzt einem Relaunch unterzogen. Zurzeit weist die Wirtschaftszeitung 279'000 Leser aus (Mach Basic 2007-1), die Auflage liegt laut Wemf bei 61'547 Exemplaren. Gemäss Thomas Trüb, Konzernleitungsmitglied von Ringier, zeigte das Blatt in den vergangenen eineinhalb Jahren wieder einen positiven Trend.

Im September vergangenen Jahres wurde die Marke CASH zu einer Multimediaplattform ausgebaut, der seither auch eine kostenlose tägliche Gratiszeitung angehört. Das neue CASHdaily sollte dabei dank seines Formats, seiner Kompaktheit und seiner Multimedialität ein wichtiges Marketinginstrument für die Bezahlzeitung CASH werden. Zugleich erhoffte sich die die Ringier-Konzernleitung dank den Kombinationsmöglichkeiten im Anzeigenbereich einen Aufschwung im Inserategeschäft.


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