«Die Idee ist, dass wir den Austausch intensivieren»

Tamedia - Kerstin Hasse verlässt die Annabelle und wird Chefredaktorin Digital bei Tamedia sowie Mitglied der Chefredaktion. Im Interview sagt sie, was sie am neuen Job besonders reizt, und was sie als erstes anpacken wird.

von Michèle Widmer

Frau Hasse, Sie werden Chefredaktorin Digital bei Tamedia. Was reizt Sie am neuen Job besonders?
Ich werde zum einen mit so vielen spannenden und kompetenten Menschen zusammenarbeiten können, auf das freue ich mich sehr. Es reizt mich ausserdem, in einem Medienhaus dieser Qualität neue Wege im digitalen Storytelling gehen zu dürfen.

Es ist eine neu geschaffene Stelle. Sehen Sie das als Vor- oder als Nachteil?
Das sehe ich als Vorteil. Eine neu geschaffene Stelle gibt einem die Möglichkeit, das Jobprofil aktiv mitzugestalten und dort Schwerpunkte zu setzen, wo es nötig ist.

Sie werden Mitglied der Chefredaktion, berichten aber an den Produktchef Christoph Zimmer. Können Sie das erklären?
Christoph Zimmer hatte als Produktchef die digitalen Teams bisher direkt unter sich, die ich neu leiten werde. Ich werde ihn also als Chefredaktorin unterstützen und natürlich sehr eng mit Arthur Rutishauser zusammenarbeiten. Die Idee ist, dass wir den Austausch zwischen Redaktion und dem Digital-Product-Team durch meine Stellen intensivieren können.

Sie werden die digitale Inhaltsstrategie verantworten, genauso wie die Teams der 12 App, Blogs, News, Podcast, Storytelling und Video. Wie viele Leute haben Sie unter sich?
Ich werde rund 35 Leute führen, natürlich gemeinsam mit den jeweiligen Team-Leads. Auf die Zusammenarbeit mit ihnen freue ich mich besonders.

Von der Annabelle zu Tamedia: Was wird für Sie die grösste Umstellung?
Als ich bei Annabelle gestartet bin, waren wir Teil von Tamedia – und somit Teil einer grossen Unternehmensstruktur. In den letzten zwei Jahren – und seit dem Verkauf an Medienart – hat sich Annabelle zu einem tollen Start-up entwickelt. Nun kehre ich wieder in ein grosses Unternehmen zurück, mit einer grösseren und natürlich auch komplexeren Unternehmensstruktur. Das wird sicherlich die grösste Umstellung – aber macht es auch umso spannender für mich.

Welche Themen werden Sie im neuen Job als erstes anpacken?
Unser erklärtes Ziel ist es, die journalistischen Inhalte bewusster in den jeweiligen Kanälen auszuspielen. Mein Fokus liegt also sich auf der Schärfung des Storytellings. Wie wollen wir welche Geschichte wo erzählen?

Und bei der Annabelle: Welche Projekte gilt es dort noch abzuschliessen?
Wir haben ein spannendes Jahr hinter uns – mit einem grossen Relaunch und einer damit verbundenen Kampagne. Der Relaunch einer Homepage ist jedoch kein Projekt, das man irgendwann komplett abschliessen kann, so eine Plattform entwickelt sich ständig weiter – und damit werde ich sicher beschäftigt sein.



Kerstin Hasse hat die Fragen schriftlich beantwortet.