Die Käuferin sei eine «finanzstarke Gruppe»

Übernahme des Zehnder-Verlags - Die Gratiszeitungen würden in vielen Schweizer Regionen die lokale Berichterstattung übernehmen, betont der Verband Schweizerischer Gratiszeitungen. Christoph Blocher nimmt derweil erstmals Stellung zur Übernahme des Zehnder-Verlags.

Am Mittwoch gab die BaZ Holding, an der Christoph Blocher beteiligt ist, die Übernahme des Zehnder-Verlags bekannt (persoenlich.com berichtete). Damit konnte der Verlag vom Rheinknie 25 Gratis-Wochenzeitungen aus der Ost- und Zentralschweiz gewinnen. «Wir begrüssen den Verkauf aller Gratiszeitungen des Zehnder-Verlages in Wil an eine finanzstarke Mediengruppe», heisst es in einer Mitteilung des Verbandes Schweizerischer Gratiszeitungen (VSGZ).

«Die kostenlos verteilten Zeitungen übernehmen in vielen Regionen der Schweiz die wichtige lokale Berichterstattung. Dies bedingt Investitionen in die Redaktion, wie sie der VSGZ in seinen Qualitätskriterien festhält», so der Verband weiter. Hinzu komme die regelmässige Anpassung des Auftritts sowie das «zeitgemässe Engagement im Web»; alles zusammen fordere kontinuierliche Investitionen und eine entsprechend solide finanzielle Basis. «Dafür fliessen die Anzeigenerlöse bei Gratiszeitungen gleichmässiger und die Leserzahlen sind stabiler als bei andern Printgattungen», betont der Verband.

Titel des Zehnder-Verlags sind nicht dabei

Der VSGZ vertritt Gratiszeitungen in der ganzen Schweiz, die in gut 1,3 Millionen Haushalte verteilt werden. Allerdings sind nicht alle Schweizer Gratiszeitungen Mitglied des Verbandes. «Auch die Titel, die bisher dem Zehnder-Verlag angehörten, sind nicht dabei», sagt VSGZ-Präsident Dani Sigel gegenüber persoenlich.com. «Dies weil mehr als die Hälfte der 25 Titel die inhaltlichen Qualitätskriterien des Verbandes nicht erfüllen», erklärt Sigel weiter.

Am Freitag hat sich Christoph Blocher in der TV-Sendung «Tele Blocher» erstmals zur Übernahme geäussert (siehe Video oben). (pd/tim)