Charles Lewinsky ist der diesjährige Gewinner des mit 10'000 Franken dotierten Tele-Preises. Der 56-Jährige wurde am Donnerstagabend im Zürcher "X-Tra" von Tele-Chefredaktor Klaus Kriesel und vor versammelten Medienprominenz für seine Sitcom-Drehbücher geehrt. Wie Kriesel in seiner Laudatio ausführte, habe kein anderer in der Schweiz dem TV-Publikum über eine derart lange Periode gute und humorvolle Fernsehunterhaltung beschert. So sei es ihm mit "Fascht e Familie" auf Anhieb gelungen, das neue TV-Genre "Sitcom" in der Schweiz zu etablieren, und er habe mit seinen Sendungen sensationelle Einschaltquoten erreicht, die sogar jene der Übertragung des Fussball-WM-Endspiels übertroffen hätten.
Lewinsky selbst nahm den Preis als symbolischen Abschluss seiner Arbeit in der Schweiz entgegen: Nachdem das Schweizer Fernsehen aus Kostengründen keine eigenen Sitcoms mehr produzieren will, ist der Drehbuchautor künftig für deutsche und amerikanische TV- und Filmproduktionen tätig. Weitere bekannte Sitcoms von ihm sind "Fertig luschtig" und "Bürgerbüro".

