Letzte Woche informierte das Schweizer Radio und Fernsehen über das neue, gemeinsame Studio-Dekor von «Club» und «Medienclub», ohne dabei aber auf die Gründe für die Zusammenlegung einzugehen (persoenlich.com berichtete).
Wie SRF am Montag auf Anfrage von persoenlich.com sagt, steht dahinter eine Kombination von Ursachen. Zum einen ist das bisherige «Club»-Dekor veraltet. Es stamme «noch aus den Zeiten, als Ueli Heiniger die Diskussionssendung leitete, also bis 2006», sagt Mediensprecher Stefan Wyss. Irgendwann sei ein Studio am Ende seines Zyklus angekommen. «Es war Zeit für eine Auffrischung», so Wyss.
Im Rahmen dieser regulären Studioerneuerung seien auch Überlegungen zum «Medienclub» eingeflossen. «Die beiden Sendungen werden von der gleichen Redaktion realisiert, darum entschied man, dass in Zukunft beide Sendungen aus dem gleichen Studio mit den gleichen technischen Abläufen kommen sollen», so Wyss. Zwei Sendungen in einem Studio bringe auch eine gewisse Effizienzsteigerung mit sich. Im Vordergrund sei jedoch gestanden, dass das Publikum auch visuell erkennen könne, dass «die Sendungen am Dienstagabend Geschwister sind».
Zudem habe SRF aufgrund der laufenden Sparmassnahmen überprüft, wo es bei den Studiosendungen der Information noch Potenzial für eine schlankere Produktion gibt. So sei entschieden worden, dass der «Eco talk» ab sofort – und damit bereits ab nächstem Montag – neu im Sondersendungsstudio realisiert wird, aus dem auch «#SRFglobal» sendet. Bisher war dieses Studio auch die Heimat des «Medienclub». Mit dieser Rochade spart SRF laut Sprecher Wyss bei «Eco talk» tatsächlich Kosten, da der jeweilige Aufbau des bisherigen, aufwändigeren Drehstudios entfällt. Für «Eco talk» und «#SRFglobal» seien das Zwischenlösungen, da beide Sendungen später dann aus der Studiolandschaft des neuen Newsrooms gesendet werden, wo nochmals Synergien mit andern Informationssendungen entstehen sollen.
Das neue «Club»-Dekor ist erstmals am Dienstag, 15. Januar, ab 22.25 Uhr auf SRF 1 zu sehen. (cbe/eh)