Herr Schlickenrieder, «Fritz + Fränzi» hat innerhalb eines halben Jahres laut Wemf 17 Prozent der Leser verloren. Wie konnte dies geschehen?
Im Jahr 2014 haben wir einen umfassenden Relaunch vorgenommen. Wir wussten, das ein Rebranding vorübergehend zu schlechteren Zahlen führen kann. Der neue Namen muss ja etabliert werden, das braucht Zeit. Der Entscheid zum Rebranding war jedoch richtig, das Produkt ist heute klarer positioniert und als solches erkennbar, was es auch leistet. Auch die Wemf stützt unsere Vermutung, dass das Rebranding der Grund zu den schlechteren Leserwerten ist, und dass dies eine vorübergehende Erscheinung sein wird. Jedenfalls sprechen die Anzeichen dafür.
Reden Sie sich da die negative Nachricht nicht schön?
Wir werten den Relaunch als ausserordentlich erfolgreiches Projekt. Grundsätzlich bedeutet ein Relaunch immer ein Risiko. Dieses liegt darin, bestehende Leser, welche zum bestehenden Konzept eine positive Beziehung haben, zu verlieren. Und die potenziellen neuen Leser dann nicht zu gewinnen. Bei uns ist das jedoch nicht der Fall. Die Feedbacks sind klar auf Entwicklung. Die Abozahlen steigen, die Auflage ist konstant und die Resonanz in den sozialen Medien wächst rasant.
Aber trotzdem: In welche Richtung werden Sie Ihr Produkt weiterentwickeln?
Der Relaunch war ein signifikanter Entwicklungsschritt, wir werden diese strategischen Erfolgspositionen weiterhin stringent verfolgen und weiter ausbauen. Der nächste Entwicklungsschritt ist der Launch unserer neuen Website im Mai 2016. Das neue Onlineangebot ist ein mächtiger Schritt und erlaubt uns künftig, tagesaktuell auf Themen und Ereignisse rund um Schule, Erziehung und Bildung einzugehen.
Werden Sie sich weiterhin an der Wemf beteiligen?
Wir werden uns auch weiterhin an den Wemf-Erhebungen beteiligen. Wir sehen keinen Grund, uns von diesen wichtigen Studien zu distanzieren. (ma)