Die Geschäftsleitung und die Mitarbeitenden von TeleBielingue haben sich im Rahmen einer Mediation auf einen Sozialplan geeinigt. Dieser soll die Folgen der Entlassungen abfedern, die nach dem Konzessionsverlust per Ende Juni 2026 unausweichlich wurden, schreiben der Sender und die Gewerkschaft Syndicom in einer gemeinsamen Mitteilung.
Ende März 2026 hatte das Schweizerische Bundesverwaltungsgericht letztinstanzlich entschieden, dass TeleBielingue seine Konzession per Mitte 2026 verliert. Das anschliessende Konsultationsverfahren mündete dennoch in einer grösseren Anzahl Entlassungen. Die Mitarbeitenden forderten daraufhin mit Unterstützung der Gewerkschaft Syndicom per Petition einen Sozialplan.
Die Aushandlung eines Sozialplans gestaltete sich für TeleBielingue AG finanziell schwierig: Konzessionierte Lokalfernsehsender dürfen keine Dividenden ausschütten und konnten entsprechend keine Rücklagen für einen solchen Fall bilden. Nachdem bis Anfang Mai keine Einigung erzielt worden war, schlug die Geschäftsleitung eine Mediation unter der Leitung des ehemaligen Bieler Stadtpräsidenten Erich Fehr vor. Die Personaldelegation stimmte zu, und der so ausgearbeitete Sozialplan bietet den Betroffenen eine gewisse Unterstützung, trägt gleichzeitig aber den begrenzten finanziellen Mitteln des Senders Rechnung, heisst es weiter.
Die Mitarbeitenden begrüssen, dass TeleBielingue ab dem 1. Juli mit einem Übergangsprogramm nahtlos weitersenden wird. Ab Herbst soll dann das Nachfolgeprogramm «TeleBielingue 2.0» starten. Bis zu 17 der bisher über 50 Stellen können damit erhalten werden. (pd/spo)

