Beim Schweizer Fernsehen SF laufen die Vorbereitungen für die "Pfahlbauer von Pfyn" auf Hochtouren. Am 25. Juli soll die Zeitreise zurück zu den Anfängen der Menschheit beginnen. Bereits gelaufen ist die mit grossem Tamtam gestartete vierteillige Dokumentation der ARD -- mit mässigem Erfolg. Das Format verlor stetig an Einschaltquote.
Am Ende wollten in Deutschland nur noch 2.3 Millionen Zuschauer die Doku-Soap sehen, was einem eher enttäuschenden Marktanteil von 8.0 Prozent entspricht. Gestartet war die Wissenschaftssendung noch mit einer Quote von 12.5 Prozent. Gegenüber dem Spiegel erklärt ARD-Programmchef Günter Struve die schwache Quote folgendermassen: "Das Thema 'Steinzeit' war nicht einfach, weil es für den Zuschauer auch emotional weit weg ist."
Von den enttäuschenden Zahlen aus Deutschland nicht beirren lassen will sich das Schweizer Fernsehen. "Wir sind überzeugt, dass unser Format funktioniert" erklärt SF-Sprecher Urs Durrer gegenüber "persoenlich.com". Aus Sicht von SF lassen sich die beiden Formate nicht vergleichen. "Der deutsche Vierteiler 'Steinzeit' ist eine Dokumentation, die erst drei Vierteljahre nach der Durchführung des Experiments ausgestrahlt wurde. Unser Format 'Die Pfahlbauer von Pfyn', dagegen berichtet jeden Tag aktuell über die Erlebnisse der zehn "Pfahlbauer". Das sei eine ganz andere Ausgangslage, so Durrer.

