04.07.2007

Lokal-TV-Sender

Erleichterung in Zürich

Mehrere Bewerber für Versorgungsgebiet Zürich-Nordostschweiz.

Der Zürcher Lokal-TV-Sender Tele Züri begrüsst den Entscheid für ein eigenständiges Versorgungsgebiet Zürich-Nordostschweiz mit Schaffhausen, Thurgau und Zürich. Das Verlagshaus Tamedia, zu dem der grösste TV-Lokalsender der Schweiz gehört, will sich nun um die Konzession bewerben, wie Tele Züri mitteilte.

Das neue TV-Versorgungsgebiet mit rund 1,6 Millionen Einwohnern ermögliche den Fortbestand eines starken Regional-TV-Senders im Raum Zürich Nordostschweiz. Damit werde auch die politische und wirtschaftliche Einheit des Kantons Zürich gewahrt.

Um eine Konzession im Versorgungsgebiet Zürich-Nordostschweiz will sich auch der Sender Tele Top bewerben, der bisher die Region Winterthur/Frauenfeld abdeckt. Der Entscheid des Bundesrates biete diesem Sender die Chance, durch ein gutes Konzept den Zuschlag zu erhalten, teilten die Städte und Gemeinden Winterthur, Uster, Kloten, Frauendfeld und Weinfelden in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die Konzentration im Zeitungsbereich dürfe nicht auf die elektronischen Medien überschwappen.

Auch das Medien-Forum, das die Interessen der Medienkonsumenten vertritt, zeigte sich besorgt, dass der Trend zur Medienkonzentration nun auch die elektronischen Medien erfassen könnte, da einzelne Medienhäuser in verschiedenen der neuen Versorgungsgebiete präsent sind. Es fordert den Bundesrat auf, bei der Konzessionserteilung einer Konzentration entgegen zu werken.

Ärger im Wallis gross

Die vom Bundesrat beschlossene neue Aufteilung der Radio- und Fernsehgebiete löst nicht überall Freude aus. Im Oberwallis ist der Ärger über den Status einer Programmfenster-Region gross. Der Bundesrat habe eine Chance fürs Oberwallis vertan, sagte der Präsident der Tele Oberwallis AG, Christian Stärkle, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Damit ein Regionalsender Publikum habe, müsse in der Muttersprache der Region gesendet werden.

Ohne eigenes Versorgungsgebiet werde es im Oberwallis täglich nur ein kurzes Sendefenster auf Deutsch geben. Das stosse nicht auf genügend Interesse. Tele Oberwallis werde aber auch ohne Unterstützung aus Bern weiter machen. Man wolle sich um die Konzession für das gesamte Sendegebiet im Kanton bewerben. (pers/sda)


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