30.06.2022

WOZ

Erstmals ein Artikel auf Indonesisch publiziert

Nach dem Antisemitismus-Skandal auf der Documenta veröffentlicht die WOZ einen Beitrag zur Aufarbeitung der Kolonialgeschichte auf Deutsch und Indonesisch. Damit will sie in Indonesien eine Debatte anregen, die bisher auf den deutschsprachigen Raum beschränkt war.
WOZ: Erstmals ein Artikel auf Indonesisch publiziert
Wegen antisemitischer Motive wurde das grosse Wandbild «People's Justice» des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi auf der Documenta wieder abgehängt. (Bild: Keystone/Uwe Zucchi)

Die Wochenzeitung (WOZ) hat am Donnerstag erstmals in ihrer Geschichte einen Text online auf Deutsch und auf Indonesisch veröffentlicht. Der Anlass ist der viel diskutierte Antisemitismus-Skandal an der Ausstellung Documenta in Kassel, dessen Aufarbeitung bisher grossteils ein «deutschsprachiger Monolog» geblieben ist, wie es in einer Mitteilung der WOZ an persoenlich.com heisst. In jenem Online-Beitrag plädieren die Kolonialismus-Forscherin Monique Ligtenberg und der Kolonialismus-Forscher Bernhard C. Schär dafür, dass beide Seiten – die europäische wie auch die indonesische – sich für ihre gemeinsame Vergangenheit interessieren.

«Sollte diese Intervention auf spannende Resonanz aus Indonesien stossen, so werden wir diese Debatte auch weiterhin zweisprachig zu führen versuchen», sagt Dinu Gautier von der WOZ auf Anfrage von persoenlich.com. Denkbar sind künftig Artikel auch in anderen Sprachen, wie Gautier bestätigt: «Wir haben auch schon auf Englisch publiziertt – etwa als das Interesse an unserer Bührle-Kunsthaus-Recherche gross war – und werden das punktuell auch künftig tun. Welche Sprachen das sein werden, werden wir sehen.» (mj)



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