Ethos-Stiftung droht mit Abwahl von Supino

#MediaToo - Nach den Sexismus- und Mobbingvorwürfen kritisiert der Aktionärsvertreter das Zürcher Medienhaus scharf. Erwägt wird an der nächsten Generalversammlung eine Verweigerung der Décharge.

Die Vorwürfe der ehemaligen Magazin-Journalistin Anuschka Roshani an die Adresse ihres ehemaligen Vorgesetzen Finn Canonica sowie Arbeitgeber Tamedia ziehen immer weitere Kreise. So soll die Ethos-Stiftung, ein «einflussreicher Aktionärsvertreter», den Druck auf Verleger und Verwaltungsratspräsident Pietro Supino erhöhen. «Wenn wir vor der Generalversammlung keine Verbesserungsmassnahmen erhalten, könnten wir die Entlastung verweigern», so Vincent Kaufmann, Geschäftsführer der Ethos-Stiftung, gegenüber dem Wirtschaftsportal Tippinpoint.

Die TX Group habe keinen Verhaltenskodex veröffentlicht, in dem eine «Null-Toleranz» gegenüber Mobbing und Belästigung festgeschrieben sei, so die Kritik. «Dies ist das Mindeste, was ein Aktionär eines börsennotierten Unternehmens erwarten kann», so Kaufmann. Erwartet werde nun «eine deutliche Verbesserung der Unternehmensführung nach der Aufdeckung des Falles».

Ethos kann laut Tippinpoint «etwa 5 Prozent der Stimmen mobilisieren». (cbe)