Das Medienhaus Springer plant, im Zeitschriftenmarkt Russlands stärker Fuss zu fassen. Der deutsche Konzern sucht derzeit nach geeigneten Partnerverlagen, um im grössten Medienmarkt Europas zu expandieren.
Laut dem Handelsblatt könnte sich Springer mit 25 Prozent an der Kreml-freundlichen Wirtschaftszeitung "Kommersant" beteiligen. Im Gegenzug würde sich "Kommersant" mit 25 Prozent bei Springer Russland engagieren. Gegen eine solche Lösung spreche allerdings, dass in Russland bald Wahlen anstehen. Einflussreiche Medien würden deshalb nicht zur Disposition stehen.
Dessen ungeachtet spekuliert die russische Zeitung "RBK Daily" gar, Springer werde 49 Prozent seines Russlandgeschäfts an den Oligarchen Alischer Usmanow verkaufen, dem unter anderem "Kommersant" gehört.
Springer ist derzeit in Russland nur mit vier Zeitschriften präsent. Der Medienhaus gibt in Lizenz die englischsprachigen Magazin Forbes und Newsweek heraus, zudem verlegen die Berliner Computer-Bild und das Magazin OK!.

