Im März 2021 hatte die Familie Wanner, die zu diesem Zeitpunkt bereits über 90 Prozent der Aktien der AZ Medien AG hielt, den Minderheitsaktionären ein Übernahmeangebot unterbreitet (persoenlich.com berichtete). Der Verwaltungsrat der AZ Medien AG unterstützte die Rückkaufaktion einstimmig. Das Übernahmeangebot in der Höhe von 1'200 Franken pro Aktie basierte auf einer unabhängigen Bewertung durch Ernst & Young AG, welche einen Wert von 1'071 Franken pro Aktie ermittelt hat. Entsprechend betrug der Aufpreis 129 Franken pro Aktie. Dieses Angebot haben fast alle Aktionäre angenommen, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Die wenigen verbleibenden Aktionäre werden jetzt gemäss Beschluss der Generalversammlung über eine Barabfindungsfusion (sog. «Squeeze Out») mit dem ermittelten Wert von 1'071 Franken pro Aktie entschädigt.
Damit hält die Familie Wanner alle Aktien der AZ Medien Holding AG, wie die fusionierte Gesellschaft neu heisst. «Ich bin den Minderheitsaktionären sehr dankbar, dass sie unser Angebot grossmehrheitlich angenommen und damit unser Vorhaben unterstützt haben», wird Peter Wanner, Verleger der AZ Medien Holding AG, in der Mitteilung zitiert. «Durch die vereinfachte Aktionärsstruktur gewinnen wir an Agilität und Handlungsfreiheit in diesen für die Medienbranche besonders herausfordernden Zeiten. Überdies ergibt sich für uns eine einfachere Ausgangslage beim Übergang der Unternehmung zur fünften Generation.»
Die Aktionäre haben an der Generalversammlung auch den weiteren Anträgen des Verwaltungsrates zugestimmt, insbesondere dem Verzicht auf die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2020. Der Verwaltungsrat hatte den Verzicht mit der anhaltend herausfordernden Lage im Zusammenhang mit der Pandemie begründet. (pd/lom)