13.07.2021

Mediapulse

Fernsehnutzung geht wieder leicht zurück

TV verliert im Vorjahresvergleich an Reichweite und Nutzungsdauer. Die Sender sind dennoch zufrieden.
Mediapulse: Fernsehnutzung geht wieder leicht zurück
SRF und CH Media sind zufrieden mit dem Fernsehkonsum im ersten Halbjahr 2021. (Bild: CH Media)

«Zwischen Januar und Juni 2021 schalteten pro Tag 67 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung ab 15 Jahren das Fernsehgerät ein, um die Programmangebote der TV-Sender zu nutzen», heisst es etwas trocken in einer Mitteilung der Forschungsstelle Mediapulse.

Der Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 hatte dem Fernsehen nicht nur mehr Zuschauer, sondern auch längere Nutzungszeiten beschert (persoenlich.com berichtete). «Die aktuellen Zahlen zeigen, dass dieses Niveau nicht ganz gehalten werden konnte», so Mediapulse weiter. Um einen Prozentpunkt sei die TV-Reichweite im Vorjahresvergleich gesunken, die Nutzungszeiten um eine Minute auf 144 Minuten.

SRF ist zufrieden

SRF zieht über das erste Halbjahr 2021 eine positive Bilanz. Die drei Fernsehsender SRF 1, SRF zwei und SRF info erreichten von Januar bis Juni 2021 insgesamt einen Marktanteil von 33,9 Prozent («Overnight»-Wert), wie SRF mitteilt. Während der wichtigsten Sendezeit am Abend, der Primetime von 19 bis 22.30 Uhr, sei der Marktanteil der SRF-Fernsehsender bei 41,3 Prozent gelegen. Mit einem Marktanteil von 30,3 Prozent sei SRF während der Primetime auch bei der Zielgruppe der 15- bis 29-Jährigen führend.

marktanteile


Mit durchschnittlich 1,233 Millionen Zuschauenden war die «Tagesschau»-Hauptausgabe vom 13. Januar die meistgesehene Sendung von SRF 1 im ersten Halbjahr 2021. Im Schnitt verfolgten diese in den ersten sechs Monaten 819'000 Personen. Dabei konnte die «Tagesschau» die Millionenmarke insgesamt 22 Mal knacken.

Auf grossen Anklang stiess im ersten Halbjahr das Unterhaltungsangebot von SRF: So erreichten die 2021 ausgestrahlten Staffeln der beiden «SRF bi de Lüt»-Formate «Familiensache» und «Unser Dorf» mit durchschnittlich 696'000 respektive 660'000 Zuschauenden so viele Menschen wie noch nie seit 2013. Die ebenfalls unter dem Label «SRF bi de Lüt» ausgestrahlte Liveshow aus Andermatt war mit im Schnitt 638'000 Personen die erfolgreichste Ausgabe seit 2013.

Für Spitzenwerte sorgte der Auftritt der Schweizer Nationalmannschaft an der Fussball-Europameisterschaft: Das Gruppenspiel gegen die Türkei mit im Schnitt 1,506 Millionen sowie das Achtelfinale gegen Frankreich mit durchschnittlich 1,428 Millionen Zuschauenden avancierten zu den zwei publikumsstärksten Sendungen von SRF im ersten Halbjahr.

Auch CH Media jubelt

CH Media startete «mit starken Leistungen im TV-Bereich ins erste Halbjahr 2021», heisst es in einer Mitteilung. TeleZüri und die verbundenen regionalen TV-Sender Tele M1, TeleBärn, TVO und Tele 1 hätten die Zuschauenden «mit neuen und innovativen Formaten» begeistert. «Wir setzen seit mehr als einem Jahr konsequent auf die Entwicklung neuer Formate und die Modernisierung der bestehenden Sendungen. Umso mehr freut es mich, dass diese Anstrengungen von immer mehr jüngeren Zuschauenden belohnt werden», lässt sich Oliver Steffen, Chefredaktor TV Regional CH Media, in einer Mitteilung zitieren.

Pascal Scherrer, Leiter TV Regional CH Media, ergänzt: «Die täglichen journalistischen Leistungen wurden auch im vergangenen Halbjahr von unseren Zuschauenden geschätzt und honoriert, das freut mich sehr. Mit TeleZüri und den zugewandten regionalen TV-Sendern möchten wir auch künftig auf innovative Art und Weise informieren und unterhalten sowie insbesondere einen weiterhin essenziellen Beitrag an den Service Public leisten.»

Eigenproduktionen brechen Senderrekorde

Auch der nationale TV-Bereich von CH Media blickt laut Mitteilung auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2021 zurück. «Die Zuschauenden schalteten fleissig ein und liessen sich von bester Unterhaltung, Musik, Romantik, Abenteuer und sportlichen Highlights begeistern», heisst es. Eigenproduktionen wie «Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert» oder sportliche Höhepunkten wie dem Uefa-Champions-League-Finale hätten für «zahlreiche Senderrekorde» gesorgt. (pd/cbe)



Kommentar wird gesendet...

Kommentare

Kommentarfunktion wurde geschlossen

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Zum Seitenanfang20210918

Die Branchennews täglich erhalten!

Jetzt Newsletter abonnieren.