Im Interview mit CH Media sagt Patrick Fischer, der Ursprungsfehler liege bei ihm selbst. Was SRF mit der Information über sein gefälschtes Covid-Zertifikat gemacht habe, sei dessen Entscheidung gewesen – diese gelte es zu akzeptieren. In seinem ersten Video-Statement nach der Entlassung hatte Fischer dem Sender noch vorgeworfen, eine «Off the record»-Vereinbarung gebrochen zu haben (persoenlich.com berichtete). «Wir hätten im Nachgang an das bekannte Mittagessen trotzdem mit SRF das Gespräch suchen sollen», so Fischer. Er habe geplant gehabt, die Fälschung nach der WM selbst öffentlich zu machen.
Gegenüber CH Media betont Fischer, viele schöne Momente mit SRF erlebt zu haben, und lobt die Journalistinnen und Journalisten des Hauses. «Wenn wir alle die Zeit zurückdrehen könnten, würden wir wohl alle einige Dinge ändern», sagt er. Ein Gesprächsangebot von Fernsehdirektor Roger Elsener nimmt er an, eine Entschuldigung erwartet er nicht.
Beruflich lanciert Fischer dieser Tage «Team Fischer», ein Coaching-Angebot für Körper und Mentalität, das er zusammen mit früheren Weggefährten aufbaut. Eine Rückkehr ins Eishockey-Business schliesst er nicht aus, hält sich aber bewusst eine Pause offen. Ein Engagement bei einem Klub – etwa als Berater – erachtet er als sehr wahrscheinlich, allenfalls auch in einer anderen Sportart. (nil)

