Eine Expertenkommission hat festgestellt, dass Alexandra Föderl-Schmid, stellvertretende Chefredaktorin der Süddeutschen Zeitung, bei ihrer journalistischen Arbeit nicht plagiiert hat. Dies berichtet das Branchenmedium Kress in Deutschland.
Zuvor waren Vorwürfe zu Föderl-Schmids Umgang mit der Zitierung von Quellenmaterial in journalistischen Texten laut geworden. Später kamen Plagiatsvorwürfe in Bezug auf ihre Dissertation hinzu, die eine Kommission der Universität Salzburg jedoch Anfang April abwies (persoenlich.com berichtete).

Die in Österreich geborene Journalistin zog sich nach den Vorwürfen vorübergehend aus dem operativen Tagesgeschäft bei der SZ zurück. Die Überprüfung ihrer Arbeit wurde vom rechtspopulistischen Portal Nius bei «Plagiatsjäger» Stefan Weber in Auftrag gegeben.
Nach gründlicher Prüfung kam die Expertenkommission jedoch zu dem Schluss, dass Föderl-Schmid in ihrer journalistischen Tätigkeit für die Süddeutsche Zeitung nicht gegen Zitier- und Urheberrechtsregeln verstossen hat. Die Kommission stellte klar, dass ihre Arbeitsweise den Anforderungen an sorgfältiges und korrektes Arbeiten entspricht.
Die Süddeutsche Zeitung begrüsste das Ergebnis der Untersuchung und betonte, dass die Redaktion vollstes Vertrauen in die Integrität und Arbeitsweise von Alexandra Föderl-Schmid habe. Laut dem Bericht ist geplant, dass Föderl-Schmid auf die SZ-Redaktion zurückkehrt. «Wir freuen uns auf ihre Rückkehr», so Wolfgang Krach und Judith Wittwer. Über die Modalitäten befinde man sich mit Alexandra Föderl-Schmid in vertraulichen Gesprächen. (wid)

