Die Frankfurter Allgmeine Zeitung (FAZ) wird modern: Das deutsche Traditionsblatt schafft im Oktober die Frakturschrift ab, wie der "Spiegel" berichtet. Ebenfalls wird das Bilderverbotfür die Titelseite aufgehoben. Bislang hat die FAZ in ihrer 58-jährigen Geschichte nur 33 Mal ein Bild auf die erste Seite gedruckt. Zuletzt geschah dies, als der deutsche Kardinal Josef Ratzinger Papst wurde.
Ebenfalls verschwinden laut Spiegel die Linien zwischen den Spalten, Überschriften bekommen eine neue, Schrifttype, alles werde heller, freundlicher, weisser. "Das alte Layout wirkte wie schwere Arbeit", sagte Werner D'Inka, der Vorsitzende des "FAZ"-Herausgebergremiums, gegenüber dem deutschen Nachrichtenmagazin. "Und die Fraktur kann man wirklich nicht mehr sehen."
Entwickelt wurde das neue Layout im eigenen Haus. Als Beweggrund für die optische Auffrischung nennt der Spiegel die schleichende Auflagenerosion. Die Zahl der verkauften Exemplare sei in den vergangenen neun Jahren um mehr als 40'000 Stück gesunken. Im gleichen Zeitraum gewann die "Süddeutsche Zeitung" 19'000 Leser hinzu.

