Die Publizistischen Leitlinien von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) sind komplett überarbeitet worden. Seit dem 1. April sind sie gültig (persoenlich.com berichtete). Unter dem Thema «Genderneutral und diskriminierungsfrei berichten» heisst es unter anderem: «Wir streben bei Expertinnen und Experten ein ausgeglichenes Verhältnis an, Zielgrösse ist 50:50.»
Wie Lis Borner, Chefredaktorin Audio, gegenüber den CH-Media-Zeitungen sagt, gehöre es zum journalistischen Selbstverständnis von SRF, «alle Stimmen der Gesellschaft adäquat zu Wort kommen zu lassen». Würden bei einem bestimmten Themengebiet zwei gleichwertige Fachpersonen zur Verfügung stehen, seien die Redaktionen dazu angehalten, die Expertin zu befragen. Entsprechende Expertinnen zu finden, erfordere jedoch zusätzlichen redaktionellen Aufwand.
Nicht nur das Geschlecht soll bei der Suche nach Fachpersonen eine Rolle spielen. So heisst es in den Publizistischen Leitlinien auf Seite 78, dass «auch andere Diversitätsmerkmale» einfliessen sollen, wie «zum Beispiel Alter oder Migrationshintergrund». (cbe)

