Fukushima-Reportage für Award nominiert

NZZ - Komplexes Digitalprojekt "Keine Zeit für Wut" begeistert das Nominierungskomitee.

Die grosse Multimedia-Reportage der "Neuen Zürcher Zeitung" mit dem Titel "Keine Zeit für Wut" ist für den diesjährigen Grimme Online Award in der Kategorie Wissen und Bildung nominiert. "Keine Zeit für Wut" ist ein komplexes Digitalprojekt, bei dem über 20 Leute involviert waren. "Das Projekt hat Blut, Schweiss und Tränen gekostet", sagte NZZ-Nachrichtenchef Luzi Bernet Anfang März gegenüber persoenlich.com. Der Aufwand hat sich gelohnt, wie diese Nominierung nun zeigt.

Das Nominierungskomitee lobt in seiner Begründung die fesselnde multimediale Aufbereitung der Informationen "mit Liebe zum Detail, die als Vorbild dienen können für andere Projekte dieser Art", heisst es in einer Medienmitteilung vom Freitag.

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011 sowie der anschliessenden Havarie im Kernkraftwerk Daiichi in Fukushima berichtete die NZZ aus dem Katastrophengebiet im Nordosten Japans. Zwei Jahre später traf die NZZ die Protagonisten der Berichterstattung sowie den einzigen im Sperrgebiet lebenden Menschen noch einmal und berichtete über sie in der Multimedia-Reportage. Darin wird mit Text, Bild, Video und Grafik dargestellt, wie eine Familie mit kleinen Kindern, ein Fischer, eine Schulleiterin und ein Taxifahrer wieder zurück in den Alltag finden. Die Preisverleihung findet am 21. Juni 2013 in Köln statt. (sda/eh)