Für Pfister ist SRG-Initative «zu radikal»

Halbierungsinitiative - Der Mitte-Präsident lehnt die Initiative «200 Franken sind genug» ab. Zuerst müsse man sich darüber einigen, was die Aufabe des öffentlich-rechtlichen Senders sein solle, sagt der SRG-Kritiker im Blick.

Gerhard Pfister ist bekannt als Kritiker der SRG. In einem Interview mit dem Blick hat sich der Mitte-Präsident aktuell erneut zur SRG und zur Halbierungsinitiative geäussert. Er sei kritisch gegenüber vielen Entscheidungen der Unternehmensleitung, sagt er. Die Spitze müsse besser erklären, warum es einen starken Service public brauche. 

Die Halbierungsinitiative, die kürzlich eingereicht wurde, lehnt der Politiker ab, «weil sie zu radikal ist». Und weil die Reihenfolge die Falsche sei, wie er anfügt. Erst müsse man sich darüber einigen, was die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Senders sein solle.  

Pfister hat einen zweiten Sender vorgeschlagen – nach dem Vorbild von ARD und ZDF in Deutschland. «Ein Problem der SRG ist die fehlende Konkurrenz. Es brauche ein Gegengewicht.» Ihm schwebe nicht einfach ein zweites Staatsfernsehen vor, sondern zum Beispiel ein Privatsender, der Gebührengelder enthalte, um auch fundierte politische Berichterstattung zu machen. Für Pfister ist klar: «Es braucht einen guten Service public und eine SRG. Die Frage ist nur: welche?». (wid)